Basierend auf Rückmeldungen aus der Branche gibt Schweiz Tourismus (ST) eine Einschätzung zur Sommersaison 2025 ab. Dabei zeigt sich eine positive Grundstimmung sowohl in der Stadt als auch auf dem Berg. Die Buchungsstände und die Aussichten sind grundsätzlich gut bis sehr gut. Die Geopolitik bereitet Sorgen, in diesem Rahmen werden jedoch auch Chancen erkannt. Dasselbe gilt für Hitzeperioden – «Coolcation» ist definitiv im Schweizer Tourismus angekommen. 

In einer nationalen Pulsmessung sammelte Schweiz Tourismus (ST) Mitte Juni Eindrücke und Beurteilungen zur anstehenden Sommersaison 2025. Tourismusfachleute in Regionen, Destinationen, bei Transportunternehmen, aber auch in Unterkunftsbetrieben zeigen sich sehr zufrieden mit dem absehbaren Sommergeschäft. Vielerorts lassen die Aussichten und Buchungsstände sogar noch bessere Zahlen voraussehen als im bereits sehr erfolgreichen Sommer letzten Jahres. Und der Reiseveranstalter für Ferien in der Schweiz, Switzerland Travel Centre (STC), beobachtet dabei eine Verschiebung hin zu mehr Premium-Produkten, indem beispielsweise mehr Vier- und Fünfsternehotels sowie exklusive Aktivitäten gebucht werden. 

«Coolcation» – Schweiz mit perfektem Angebot
Im Angesicht von heissen Sommern ist der Schweizer Tourismus mit dem richtigen Angebot gerüstet: gerade Berggebiete geben an, immer mehr Gäste zu empfangen, die Bergfrische und Abkühlung suchen. «Wir stellen eine grosse Lust auf frische Luft in den Bergen und am Gletscher fest. Hier können wir uns den Trend hin zur Coolcation zunutze machen», freut sich stellvertretend für viele im Alpenraum Monika König, Leiterin Marketing & Kommunikation Aletsch Arena AG (VS). Ähnlich sieht es auch Marc Schlüssel, CEO Lenzerheide Marketing & Support AG (GR): «Sommerfrische in den Bergen spielt uns in die Hände». Aber auch im Flachland steht die Abkühlung originell im Fokus, etwa in der Region Aargau mit ihren Wäldern, an den Gewässern oder gar im Thermalbad – «Kaltwasserbecken, ‘Snow Rooms’ oder kühlende Behandlungen bieten Erholung von der Hitze», berichtet Holger Czerwenka, Direktor Aargau Tourismus. 

US-Politik mit zwei Seiten der Medaille 
Der für den Schweizer Tourismus so wichtige Auslandsmarkt USA wird wohl in der Sommersaison noch weiter brummen, da sind sich viele Touristikerinnen und Touristiker einig. Die Sommerferien hatten viele US-Gäste bereits vor Antritt der Trump-Administration gebucht. Für den Herbst, den Winter und wohl vor allem dann für 2026 sind die Aussichten auf den Markt USA jedoch etwas trüber. So gibt Flurin Riedi, Direktor Gstaad-Saanenland Tourismus, zu bedenken: «Der US-Markt dürfte im Sommer stabil bleiben, da amerikanische Gäste tendenziell langfristiger buchen. Für den Winter ist jedoch mit einem möglichen leichten Rückgang sowie kürzerem Buchungszeitraum zu rechnen».

Die Kehrseite dieser Sorgen sind jedoch auch neue Chancen vor allem in Asien und den Golfstaaten, wenn die Beliebtheit der USA als Konkurrenz-Übersee-Destination sinkt und stattdessen Reisen nach Europa und somit auch in die Schweiz vermehrt in den Fokus rücken könnten. Diese Einschätzung haben mehrere befragte Tourismusfachleute vor allem auch in städtischen Destinationen abgegeben.

Travel Better – die Branche lenkt und informiert Gästeströme
Allfällige temporäre und lokale Engpässe in der Sommersaison sind der Tourismusbranche bekannt und werden auf verschiedenste Arten gehandhabt. So steht etwa im Appenzellerland (AI) die persönliche Information der Gäste vor Ort im Zentrum, und in Davos Klosters (GR) sorgen eine Rangerin und Vermittlungspersonen für die Sensibilisierung der Gäste an neuralgischen Punkten und zu bestimmten Zeiten. 

«Wir wissen, dass es bei schönem Wetter in den Schulferien mit vielen Schweizer Gästen punktuell zu Engpässen kommen kann. Aber es freut mich zu sehen, dass die Branche bestens darauf vorbereitet ist. Ganz im Sinne unserer Philosophie ‚Travel Better‘, die ja auch einen Schwerpunkt auf die Tourismusakzeptanz legt», so Martin Nydegger, Direktor ST. 

Medienmitteilung (Word)

Auswahl von Sommerfotos (© Schweiz Tourismus) 

www.switzerland.com/sommer

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Schweiz Tourismus (ST)
ST ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft des Bundes und ist mit der Förderung der touristischen Nachfrage für das Ferien-, Reise- und Kongress­land Schweiz im In- und Ausland beauftragt. Die Entwicklung und Umsetzung nachfragewirksamer Marketingprogramme und die Profilierung der starken, klassisch-modernen Tourismusmarke Schweiz landes- und weltweit stehen im Mittelpunkt. ST arbeitet in enger Zusammenarbeit mit der Tourismusbranche, welche ungefähr die Hälfte des Budgets beisteuert. Die andere Hälfte besteht aus Bundesgeldern. Die Organisation arbeitet kunden- und marktorientiert und wird nach betriebswirtschaftlichen Kriterien geführt. Weltweit ist ST mit rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (255 FTEs), verteilt auf 36 Büros, in 22 Märkten präsent.