Die Hotellogiernächtezahlen 2025 zeigen eine stabile und breit getragene Nachfrage nach unserem Land als Reiseziel. Das vergangene Jahr hat aber auch verdeutlicht, wie relevant eine aktive Steuerung geworden ist. Schweiz Tourismus ist sich der gestiegenen Verantwortung bewusst und setzt sich mehr denn je für einen langfristig tragfähigen Tourismus ein.

Die Zahl der Hotellogiernächte in unserem Land hat sich im vergangenen Jahr abermals positiv entwickelt, wie neuste Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS)  belegen. Insgesamt wurden 43,9 Mio. Hotelübernachtungen gezählt, was einem Wachstum von 2,6% gegenüber 2024 entspricht.

Fast die Hälfte (48%) der Logiernächte, rund 21 Mio., entfielen auf Gäste aus der Schweiz. Das entspricht einem Wachstum von 1,4%. Besonders beliebt waren bei Schweizer Reisenden Hotels in Städten, während die einheimische Nachfrage nach Aufenthalten in den Bergen und auf dem Land ganz leicht zurückging.

12,7 Mio. Logiernächte entfielen auf Gäste aus Europa (+ 3,9%), die damit 29% Marktanteil erzielen. Die restlichen 23% entfielen auf Reisende aus Übersee, wobei vor allem Gäste aus den USA die Nachfrage befeuerten, mit einem Plus von 5%. Die asiatischen Märkte wuchsen im letzten Jahr zwar leicht, sind aber weiterhin meilenweit entfernt von der Nachfragestärke, die sie bis 2019 hatten, dem letzten vollen Jahr vor der Pandemie.

Vergleich der Logiernächte mit 2019 (vor der Corona-Pandemie):

  • 2019 betrug die Zahl der Hotellogiernächte in der Schweiz 39,5 Mio. Das ergibt bis heute ein Wachstum von 11%, hauptsächlich getrieben von Schweizer und US-Reisenden.
  • Die asiatischen Märkte liegen gegenüber 2019 um satte 18% zurück.

Vergleich der Ankünfte mit 2000 (Langzeitbetrachtung):

  • Global sind die die Touristen-Ankünfte seit 2000 um 120% gewachsen – in der Schweiz nur halb so stark, nämlich um 59%.

Einordnung:

Die positive Entwicklung bestätigt die anhaltende Attraktivität des Reiseziels Schweiz. Sie unterstreicht zugleich die Verantwortung, die mit dieser Nachfrage einhergeht und deren sich Schweiz Tourismus bewusst ist. Im Mittelpunkt des nationalen Tourismusmarketings stehen nicht Frequenzen, sondern zeitliche und räumliche Steuerung sowie langfristige Akzeptanz.

Marketingmassnahmen zur Steuerung von Gästeströmen und zur Entzerrung von Nachfragespitzen sind zentral. Darum lautet die Kernstrategie «Travel Better»: Ein Konzept, das gezieltes Fördern und kluges Lenken in den Vordergrund stellt.

Beispiele:

Schweiz: Culinary Grand Tour of Switzerland, abseits der bekannten Pfade und mit Fokus auf Kulinarik. Eine YouTube-Serie mit viel Humor und speziell für jüngere Zielgruppen im Heimmarkt. Für 2026 ist eine weitere Staffel geplant.

Benelux: „Op Zwitserse wegen“. Die Schweiz wie Einheimische erleben, Vermarktung von Swisstainable-Erlebnissen sowie Swisstainable-Unterkünften.

Italien: Promotion von Reisen im Herbst mit den Markenbotschaftern Michelle Hunziker und Yann Sommer – mit Fokus auf Anreise per Zug und Besuch weniger bekannter Orte, u.a. auf YouTube

USA: Inspiration für längere Aufenthaltsdauern sowie Reisen im ÖV – «The Ultimate 15 Day Adventure» direkt bei den Reiseveranstaltern (Schulungen, Erkundungsreisen, Bespielen einschlägiger B2B-Plattformen, etc.)

Indien: Die YouTube-Serie «Ticket to Switzerland» zeigt die Schweiz von ihrer vielfältigen Seite – für Familien, Alleinreisende, Aktive. Im Fokus stehen längere Aufenthalte und in Indien weniger bekannte Ferienziele.

Ausblick:

Für 2026 rechnen wir mit einem weitgehend stagnierenden Tourismusjahr. Die Entwicklung des Tourismus im vergangenen Jahr zeigte deutlich, dass die Schweiz von ihrem Status als sicheres Land mit qualitativ hochwertiger touristischer Infrastruktur profitiert. Entscheidend ist nun, wie die Tourismusbranche gemeinsam mit Schweiz Tourismus diese Attraktivität gestaltet und begleitet. Gäste schätzen schweizerische Verlässlichkeit, Vielfalt, Authentizität und gut funktionierende Infrastrukturen. Die Lokalbevölkerung erwartet Rücksicht und Mitsprache.

Diese Herausforderungen wurden heute von Martin Nydegger, Direktor Schweiz Tourismus, gemeinsam mit HotellerieSuisse, am «Mediengespräch Schweizer Tourismus 2026» präsentiert. «Wir präsentieren die aktuellen Zahlen bewusst nicht als Höchstmarke, sondern als Ausgangspunkt für eine vertiefte Diskussion über die Zukunft des Tourismus. Im Fokus stehen Qualität, regionale Balance und ein gemeinsames Verständnis von nachhaltigem Reisen», so Martin Nydegger.

Mediendossier zum Mediengespräch vom 25. Februar 2026 (Dropbox)

Schweiz Tourismus

  • Medienmitteilung
  • Faktenblätter Märkte (Schweiz, Europa, Nachbarländer, USA, «Greater China»)
  • Bildmaterial (Porträts Martin Nydegger, Direktor Schweiz Tourismus / Landschaftsbilder / Bilder mit Gästen – bitte © beachten)
  • Präsentation «Mediengespräch Schweizer Tourismus 2026»

Bundesamt für Statistik

  • Medienmitteilung
  • Infografiken

HotellerieSuisse

  • Medienmitteilung

Vaud Promotion

  • Medienmitteilung

Website «Travel Better» (Hintergründe, Beispiele für Aktivitäten, etc.).

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Broschüre Strategie und Planung 2026- 2028

Für Auskünfte zu den Daten der Beherbergungsstatistik 2025 (HESTA):
Bundesamt für Statistik
Sektion Tourismus
+41 58 46 36280
info-tour@bfs.admin.ch
Hotellerie | Bundesamt für Statistik – BFS

Medienmitteilung (Word)