UNWTO-Welttourismus-Barometer: Internationaler Tourismus kletterte von Januar bis Juli 2022 auf fast 60% des Niveaus vor der Pandemie
Erstellt von Tamara Willi
6. Oktober 2022
- Der internationale Tourismus zeigte bis Juli 2022 weiterhin eine starke Leistung, mit Ankünften, die 57% des Niveaus vor der Pandemie in den ersten sieben Monaten des Jahres 2022 erreichten.
- Die internationalen Touristenankünfte haben sich von Januar bis Juli 2022 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2021 fast verdreifacht (+172%).
- Die stetige Erholung spiegelt den starken Nachholbedarf an internationalen Reisen wider, insbesondere in den Monaten Juni und Juli, die zur Sommersaison der nördlichen Hemisphäre gehören. Die Lockerung oder Aufhebung von Reisebeschränkungen in einer zunehmenden Zahl von Ländern trug ebenfalls zur Steigerung der Ergebnisse bei.
- Im Juni und Juli 2022 wurden zusammen schätzungsweise 207 Millionen internationale Ankünfte verzeichnet, mehr als doppelt so viele wie in den beiden gleichen Monaten des Vorjahres. Diese Monate machen 44% der gesamten Ankünfte in den ersten sieben Monaten des Jahres 2022 aus.
- Europa und der Nahe Osten verzeichneten im Zeitraum Januar-Juli 2022 die schnellste Erholung mit Ankünften, die 74% bzw. 76% des Niveaus von 2019 erreichten.
- Europa (+190%) verzeichnete fast dreimal so viele internationale Ankünfte wie in den ersten sieben Monaten des Jahres 2021, während der Nahe Osten (+287%) von Januar bis Juli 2022 fast viermal so viele Ankünfte wie im Vorjahr verzeichnete.
- Nord-, Mittel- und Südamerika (+103%) und Afrika (+171%) verzeichneten von Januar bis Juli 2022 ebenfalls ein starkes Wachstum im Vergleich zu 2021 und erreichten 65% bzw. 60% der Werte von 2019. In der Region Asien und Pazifik (+165%) haben sich die Ankünfte in den ersten sieben Monaten des Jahres 2022 mehr als verdoppelt, auch wenn sie 86% unter dem Niveau von 2019 blieben.

Ausblick:
- Laut der Umfrage vom September 2022 bewertete das UNWTO-Panel der Tourismusexperten den Zeitraum von Mai bis August 2022 mit einer Punktzahl von 125 (auf einer Skala von 0 bis 200). Die Aussichten für den Rest des Jahres sind mit einem Wert von 111 vorsichtig optimistisch, was eine Verschlechterung des Vertrauensniveaus bedeutet.
- Das schwierige wirtschaftliche Umfeld, einschließlich der hohen Inflation und des Ölpreisanstiegs, der durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft wurde, ist nach Ansicht der Experten weiterhin der Hauptfaktor, der die Erholung des Tourismus behindert.
- Etwa 61% der Experten sehen nun eine mögliche Rückkehr der internationalen Ankünfte auf das Niveau von 2019 im Jahr 2024 oder später, während die Zahl derer, die eine Rückkehr auf das Niveau vor der Pandemie im Jahr 2023 erwarten, im Vergleich zur Umfrage vom Mai (48%) zurückgegangen ist (27%).
Hier geht es zum UNWTO Dashboard für Tourismusdaten.
Parahotellerie im 2. Quartal 2022
Erstellt von Tamara Willi
26. August 2022
Im zweiten Quartal 2022 verzeichnete die Parahotellerie in der Schweiz 3,8 Millionen Logiernächte. Die inländische Nachfrage erreichte mit 2,8 Millionen Logiernächten 74,1% der Gesamtnachfrage.

Ferienwohnungen
Im zweiten Quartal verzeichneten die kommerziell bewirtschafteten Ferienwohnungen 1,1 Millionen Logiernächte. Die inländische Nachfrage belief sich auf 646’000 Logiernächte.

Kollektivunterkünfte
Im selben Zeitraum erzielten die Kollektivunterkünfte 1,3 Millionen Logiernächte, davon gingen 1,1 Millionen auf das Konto der Schweizer Gäste.

Campingplätze
Die Campingplätze verbuchten im zweiten Quartal 1,4 Millionen Logiernächte. Die inländische Nachfrage belief sich auf 1,0 Millionen Einheiten.

Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Hier finden Sie die Tabellen mit den provisorischen Daten zur Parahotellerie in der Schweiz sowie die entsprechenden Variationskoeffizienten.
UNWTO-Welttourismus-Barometer: Der internationale Tourismus konsolidiert seine starke Erholung trotz wachsender Herausforderungen
Erstellt von Tamara Willi
9. August 2022
- Der internationale Tourismus verzeichnete in den ersten fünf Monaten des Jahres 2022 einen starken Aufschwung, wobei die Ankünfte fast die Hälfte (46%) des Niveaus des gleichen Zeitraums 2019 erreichten.
- Die internationalen Touristenankünfte (Übernachtungsgäste) haben sich von Januar bis Mai 2022 im Vergleich zu 2021 mehr als verdreifacht (+221%), blieben aber 54% unter dem Niveau von 2019.
- Bis Mai 2022 wurden weltweit fast 250 Millionen internationale Reisen gezählt. Zum Vergleich: In den gleichen Monaten des Jahres 2021 waren es 77 Millionen Ankünfte.
- Nach Regionen aufgeschlüsselt waren Europa und Nord- und Südamerika weiterhin führend bei der Erholung. Europa verzeichnete mehr als viermal so viele internationale Ankünfte wie in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 (+350%). Auf dem amerikanischen Kontinent (+112%) haben sich die Ankünfte mehr als verdoppelt. Trotz des starken Aufschwungs blieben die Ankünfte in Europa und Nord- und Südamerika 36% bzw. 40% unter dem Niveau von 2019.
- Der Nahe Osten (+157%) und Afrika (+156%) verzeichneten von Januar bis Mai 2022 ebenfalls ein starkes Wachstum gegenüber 2021, blieben aber 54% bzw. 50% unter dem Niveau von 2019. In Asien und dem Pazifikraum verdoppelten sich die Ankünfte fast (+94%), obwohl die Zahlen immer noch 90% unter denen von 2019 lagen, da einige Grenzen für nicht unbedingt notwendige Reisen geschlossen blieben.
- Nach Subregionen betrachtet, erholten sich die Karibik (-18%) und Mittelamerika (-27%) am schnellsten in Richtung des Niveaus von 2019, ebenso wie das südliche Mittelmeer, Westeuropa und Nordeuropa.
- Die Tourismusausgaben aus Frankreich stiegen von Januar bis Mai 2022 auf -15% im Vergleich zu 2019, während die Ausgaben aus Deutschland bei -23%, Italien bei -27% und die Vereinigten Staaten bei -31% lagen. Die Ausgaben aus Indien, Saudi-Arabien und Katar lagen über dem Niveau vor der Pandemie.

Ausblick:
- Es wird erwartet, dass die starke touristische Nachfrage während der Sommersaison in der nördlichen Hemisphäre diese positiven Ergebnisse konsolidieren wird, insbesondere da mehr Reiseziele Reisebeschränkungen lockern oder aufheben. Allerdings stellen die zunehmenden wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen weiterhin ein Risiko für die Erholung dar.
- Die im Mai 2022 veröffentlichten vorausschauenden Szenarien der UNWTO gehen davon aus, dass die internationalen Ankünfte im Jahr 2022 55% bis 70% des Niveaus vor der Pandemie erreichen werden. Die Szenarien nach Regionen zeigen, dass Europa (65% bis 80% des Niveaus von 2019) und Nord- und Südamerika (63% bis 76%) im Jahr 2022 die besten Tourismusergebnisse erzielen werden. In Afrika und im Nahen Osten könnten die Ankünfte etwa 50% bis 70% des Niveaus vor der Pandemie erreichen, während sie in Asien und im Pazifikraum im günstigsten Fall aufgrund strengerer Massnahmen und Beschränkungen bei 30% des Niveaus von 2019 bleiben würden.

Globale Prognose für den internationalen Reiseverkehr bleibt unverändert (Oxford Economics, Juni 2022)
Erstellt von Tamara Willi
12. Juli 2022
- Die Erholung des Reiseverkehrs ist im Gange, mit einem robusten Wachstum der Hochfrequenzdaten für Anfang 2022. Unsere globale Prognose für den internationalen Reiseverkehr im Jahr 2022 bleibt unverändert, mit internationalen Ankünften, die im Durchschnitt 41% unter dem Niveau von 2019 liegen, aber mit einigen offensichtlichen Unterschieden in den Trends zwischen Ländern und Regionen.
- Der Schwung der Reisenachfrage aus der ersten Jahreshälfte wird sich bis in den Hochsommer fortsetzen. Die Sommermonate auf der Nordhalbkugel werden jedoch weiterhin von Störungen aufgrund von Personalengpässen geprägt sein, was sich auch auf den Luftverkehr in Europa auswirken wird. Die Luftverkehrskapazitäten werden in nächster Zeit begrenzt bleiben.
- Insgesamt bleiben wir optimistisch, was die Erholung in diesem und im nächsten Jahr angeht, aber der Sektor wird durch das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum und die steigende Inflation, einschliesslich steigender Reisekosten, weiter unter Druck geraten. Die aufgestaute Nachfrage wird die kurzfristige Aktivität stützen, und es bestehen grössere Risiken für die erwartete Erholung bei den Preisen und der Erschwinglichkeit im Jahr 2023.
- Der internationale Reiseverkehr nach Europa hat sich Anfang 2022 stark erholt, da die Urlauber, die ihre Reise in den letzten zwei Jahren aufgeschoben haben, nun zurückkehren. Kurzstreckenreisen sind nach wie vor die Haupttriebkraft der Reiseerholung, und wir gehen davon aus, dass die Reisen zu europäischen Reisezielen im Jahr 2024 wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen werden, wenn auch mit grösseren Risiken für osteuropäische Reiseziele.
- In Nordamerika wurden die Aussichten für den internationalen Reiseverkehr nach einem starken Jahresauftakt in diesem Jahr verbessert. Der intraregionale Reiseverkehr zwischen den USA, Kanada und Mexiko wird weiterhin entscheidend für die Erholung sein, während sich der transatlantische Reiseverkehr langsam aber stetig erholt. Der grosse Inlandsreisemarkt wird den Sektor kurzfristig weiter stützen.
- Die Reisebeschränkungen in Asien werden nun gelockert, und der internationale Reiseverkehr nimmt endlich zu. China verfolgt jedoch weiterhin seine Null-Covid-Politik, und es ist unwahrscheinlich, dass es vor dem Nationalen Parteitag im November zu einer nennenswerten Änderung der Politik kommen wird. Folglich haben wir unsere Prognose für die internationalen Ankünfte im Jahr 2022 nach unten korrigiert, die nun um 77 % unter dem Niveau von 2019 liegen werden, verglichen mit 68 % zuvor.

Die Fremdenverkehrsbilanz der Schweiz 2021
Auch 2021 hat der internationale Tourismus wegen Covid-19 stark gelitten
Erstellt von Tamara Willi
5. Juli 2022
Die Covid-19-Pandemie beeinträchtigte den Tourismussektor auch 2021 stark. Nach dem Schock von 2020 hat sich die Lage noch immer nicht normalisiert. Die Zahl der Reisenden lag nach wie vor deutlich unter jener von 2019. Die von ausländischen Gästen in der Schweiz generierten Einnahmen in der Fremdenverkehrsbilanz erhöhten sich zwar auf 10,1 Milliarden Franken, waren aber immer noch um 43,9% tiefer als 2019. Die Ausgaben der Schweizer Wohnbevölkerung für Auslandreisen nahmen um 13,4% zu, doch auch sie blieben 43% niedriger als zwei Jahre zuvor. Gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) beläuft sich der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz auf –605 Millionen Franken.
Die Schweizer Wohnbevölkerung gab im Jahr 2021 insgesamt 10,7 Milliarden Franken für Auslandreisen aus, das sind 13,4% mehr als 2020. Reisende aus dem Ausland, die 2021 die Schweiz besuchten, gaben dafür 10,1 Milliarden Franken aus, was gegenüber 2020 einem Anstieg von 5,5% entspricht.
Ab April nahm die Zahl der ausländischen Gäste in der Schweiz gegenüber 2020 zu. Sie generierten über das gesamte Jahr 2021 hinweg mehr Logiernächte als im Vorjahr, wobei deren Zahl aber nach wie vor deutlich unter dem Rekordwert von 2019 blieb. Der Reiseverkehr mit Übernachtungen stieg um 12,7% an. Die Reisen ohne Übernachtungen gingen dagegen erneut zurück, was für die Schweizer Wirtschaft ein Minus von 7,8% bzw. 260 Millionen Franken bedeutete.
Die Ausgaben im Ausland bleiben sehr tief
Wegen der anhaltenden Pandemie reiste die Schweizer Bevölkerung 2021 nur beschränkt ins Ausland. Die Rekordzahl an Logiernächten einheimischer Gäste deutet darauf hin, dass Aufenthalte in der Schweiz bevorzugt wurden. Dennoch haben Reisen in bestimmte Länder wieder zugenommen, wie der Anstieg um 13,0% bei den Ausgaben für Reisen mit Übernachtungen zeigt. 2021 gab die Schweizer Wohnbevölkerung insgesamt 6,3 Milliarden Franken für Reisen ins Ausland mit Übernachtungen aus; das sind 59% der gesamten Ausgaben in der Fremdenverkehrsbilanz.
Der Einkaufstourismus wurde im 1. Quartal noch durch die Grenzschliessungen gebremst, kam aber in den folgenden Quartalen wieder in Schwung. So erhöhten sich die Ausgaben für Reisen ohne Übernachtungen im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 13,9% auf 4,4 Milliarden Franken.
Wichtig: Die Fremdenverkehrsbilanz der Schweiz 2021 besitzt noch nicht den üblichen Detaillierungsgrad. Grund dafür sind die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Statistikproduktion.
Erforschung der Einstellungen und Erwartungen der Reisenden, um die Erholung des Tourismus voranzutreiben
Erstellt von Janina Naef
30. Juni 2022
Dieser Bericht ist der erste von zwei Berichten, die Silverlining Research im Auftrag der European Travel Commission (ETC) erstellt hat, um die Einstellungen und Erwartungen der Verbraucher in Bezug auf die Erholung des Tourismus zu untersuchen.
Reiseerfahrungen während der Covid-19-Pandemie
- Touristen, die ins Ausland reisten, sahen sich mit den meisten Hindernissen konfrontiert (Unterlagen, Tests, längerer Aufenthalt an Flughäfen usw.)
- Bei den nicht-internationalen Reisenden waren die Hauptgründe, nicht zu verreisen, die Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 und verschiedene Aspekte der Pandemiebeschränkungen
- Die Beschränkungen führten dazu, dass der Urlaub verschoben oder verkürzt wurde
- Die am häufigsten geforderte Initiative, um zu bleiben, ist eine flexible Stornierungspolitik und Hygiene
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Reiseverhalten
- Fast die Hälfte der Befragten ist bestrebt, die COVID-19-Richtlinien auf Reisen zu befolgen
- 1/3 wird überfüllte Orte meiden
- Die Befragten werden ihren Urlaub nicht zu lange im Voraus buchen und ihre Reise nun sorgfältiger und detaillierter plane
Einstellung zu Reisen in europäische Destinationen
- 94% der Teilnehmer nehmen Europa als Reiseziel positiv wahr
- Einige der Befragten waren von der Russland-Ukraine-Krise betroffen, doch hatte dies keinen negativen Einfluss auf ihre Wahrnehmung von Europa insgesamt
- Die Reiseziele, an denen die meisten Befragten interessiert sind, liegen im mediterranen Teil Europas, da sie gute Bedingungen bieten, um Natur, Outdoor, Kultur, Kulturerbe, Städtereisen, Sonne und Strand zu erlebe
Reiseerwartungen für die Sommersaison 2022
- Als Sommerreiseziele werden von den meisten Teilnehmern vor allem die Mittelmeerländer sowie Deutschland genannt
- Es wird nicht erwartet, dass die Pandemie die Reiseerwartungen für den Sommer stark beeinträchtigt
- Die Russland-Ukraine-Krise scheint in Bezug auf die Reisepläne der Befragten keine allzu große Rolle zu spielen
- Die Touristen wünschen sich, dass die europäischen Reiseziele die verbesserten Hygienestandards beibehalten und weiterhin flexible Stornierungsbedingungen anbieten, um die Touristen zu beruhigen
- Thematische Erfahrungen: Kultur und Kulturerbe, Natur und Outdoor, Städtereisen
Wahrscheinlichkeit, in diesem Sommer einen Urlaub in einem europäischen Land zu buchen (nach Segment)

Der Sommerreisebericht 2022 von ForwardKeys
Erstellt von Janina Naef
28. Juni 2022
ForwardKeys ist unser Partner für die weltweite Verfolgung von Fluggastströmen.
Ihre Aussichten für den Sommer 2022 deuten auf eine lang erwartete Rückkehr zur Normalität hin. Weltweit sind ihre Aussichten positiver als in den Vormonaten (-35% Juli-Sep gegenüber -54% Januar-Juni im Vergleich zu den gleichen Zeiträumen 2019).
Obwohl Afrika und der Nahe Osten weiterhin an der Spitze der Erholung stehen (-17 %) und Nord- und Südamerika an zweiter Stelle (-24 %), kann Europa als der große Gewinner des Sommers 2022 angesehen werden, da es eine Verbesserung von 16 Prozentpunkten und das höchste Gesamtvolumen an Touristenankünften verzeichnet.
Die Erholung in Nord- und Südamerika wird von Mittelamerika und der Karibik angeführt, wo viele Reiseziele von der frühzeitigen Wiedereröffnung der Grenzen für Touristen profitiert haben. Das Gegenteil gilt für Südamerika, wo sich die Erholung aufgrund der späteren Lockerung der Beschränkungen langsamer vollzog.
Die Reaktivierung des asiatisch-pazifischen Raums, wo die wichtigsten Märkte erst vor kurzem wieder geöffnet wurden, wird durch den Flugverkehr vorangetrieben. In der Zwischenzeit wird die Erholung des Freizeitreiseverkehrs im asiatisch-pazifischen Raum unter anderem durch die begrenzte Kapazität der Fluggesellschaften behindert.
Mehrere Flughäfen im Nahen Osten fungieren als Transit-Drehkreuze für den Verkehr zwischen dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa, was dazu geführt hat, dass der Nahe Osten indirekt von der Erholung des VFR-Reiseverkehrs im asiatisch-pazifischen Raum profitiert.

Parahotellerie mit rund 10% Wachstum im Jahr 2021
Erstellt von Janina Naef
20. Juni 2022
Die Parahotellerie verzeichnete im Jahr 2021 16,3 Millionen Logiernächte, was gegenüber 2020 einem Anstieg von 10,4% entspricht. Verglichen mit dem Jahr 2019, welches noch nicht von der Pandemie betroffen war, resultierte ein Rückgang von 2,1%. Die inländische Nachfrage stieg um 12,3% auf 13,3 Millionen Logiernächte. Die Logiernächtezahl der ausländischen Gäste lag mit 3,0 Millionen (+2,8% gegenüber 2020) deutlich unter den 5,2 Millionen, die im Jahr 2019 verzeichnet wurden. Soweit einige der definitiven Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).
2021: mehr Logiernächte in Ferienwohnungen als 2019
Im Jahr 2021 ging der grösste Anteil der Logiernächte in der Parahotellerie auf kommerziell bewirtschaftete Ferienwohnungen zurück (46,3%). Mit einem Jahrestotal von 7,6 Millionen Logiernächten stieg die Nachfrage gegenüber 2020 um 5,5% und liegt über dem Wert von 2019 (7,3 Millionen). Bei den inländischen Gästen wurden 5,9 Millionen Logiernächte verbucht (+8,5% gegenüber dem Vorjahr), bei den ausländischen Gästen 1,6 Millionen (–4,1%). Mehr als 90% der Logiernächte der ausländischen Gäste wurden von Gästen aus Europa generiert (1,5 Millionen /–8,5%).
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in kommerziell bewirtschafteten Ferienwohnungen belief sich 2020 auf 6,5 Nächte. Verteilt auf die sieben Grossregionen war die Nachfrage in der Ostschweiz und der Genferseeregion mit jeweils 2,6 Millionen Logiernächten am stärksten.
Rekordniveau auf Campingplätzen
Mit 5,4 Millionen (+29,7%) Logiernächten wurde die 5-Millionenmarke auf den Campingplätzen überschritten. Im Vergleich mit 2019 (3,8 Millionen Logiernächte) stieg die Anzahl der Logiernächte um 44,1%. Der Rückgang bei der Kundschaft aus dem Ausland (–15,1% gegenüber 2019) konnte durch die gestiegene inländische Nachfrage (+72,2% gegenüber 2019) mehr als kompensiert werden.
Im Vergleich mit dem Vorjahr stieg sowohl bei Schweizer Gästen (4,4 Millionen Logiernächte / +28,6%) als auch bei den Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland (1,0 Millionen/ +34,3%) die Nachfrage stark an. Mit 99,0% hatten die Gäste aus Europa den grössten Anteil an der ausländischen Nachfrage. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2021 bei 3,2 Logiernächten. Mit 1,5 Millionen Logiernächten war das Tessin die Grossregion mit der höchsten Anzahl an Logiernächten auf Campingplätzen, gefolgt von der Genferseeregion (1,2 Millionen).
Der Schweizer Tourismus trotzt allen Krisen mit starkem Wachstum
Erstellt von Janina Naef
7. Juni 2022
Unten aufgeführt sind zwei Insights zu den neuen Tourismusprognosen des BAK Basel.
Prognose der Logiernächte nach Tourismussaisons und Herkunftsland

Prognose der Logiernächte nach Tourismussaisons und Gebieten

Weitere Informationen sind im Bericht «Prognosen für den Schweizer Tourismus» (nur auf Deutsch) zu finden.
Der Tourismus ist gut ins Jahr 2022 gestartet, steht aber vor neuen Unsicherheiten
Erstellt von Janina Naef
26. März 2022
Die wichtigsten Fakten zum internationalen Tourismus:
- Der internationale Tourismus hat sich im Januar 2022 weiter erholt, mit einer deutlich besseren Leistung als zu Beginn des Jahres 2021.
- Die weltweiten Ankünfte haben sich im Vergleich zum Januar 2021 mehr als verdoppelt (+130%), was einem Anstieg von 18 Millionen entspricht. Dies ist derselbe Anstieg wie im gesamten Jahr 2021 im Vergleich zu 2020.
- Trotz der robusten Ergebnisse wurde das Tempo der Erholung im Januar durch die Omicron-Variante und die Wiedereinführung von Reisebeschränkungen in mehreren Zielgebieten beeinträchtigt. Die Ankünfte lagen im Januar 2022 bei -67 % im Vergleich zu 2019, nachdem sie im vierten Quartal 2021 -60 % erreicht hatten.
- Alle Weltregionen erlebten im Januar 2022 einen deutlichen Aufschwung im Vergleich zu den niedrigen Werten vom Januar 2021. Europa (+199%) und Nord- und Südamerika (+97%) erzielten weiterhin die besten Ergebnisse, obwohl die internationalen Ankünfte immer noch etwa die Hälfte des Niveaus vor der Pandemie erreichten (-53% bzw. -52%).
- Der Nahe Osten (+89%) und Afrika (+51%) verzeichneten im Januar 2022 ebenfalls ein Wachstum gegenüber 2021, aber diese Regionen mussten einen Rückgang von 63% bzw. 69% gegenüber 2019 hinnehmen. Während Asien und der Pazifikraum einen Anstieg von 44% im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten, blieben mehrere Reiseziele für nicht unbedingt notwendige Reisen geschlossen, was zu dem größten Rückgang der internationalen Ankünfte gegenüber 2019 führte (-93%).
- Aufgeschlüsselt nach Subregionen wurden die besten Ergebnisse in Westeuropa erzielt, wo im Januar 2022 viermal mehr Ankünfte als 2021 verzeichnet wurden, aber 58% weniger als 2019. Darüber hinaus zeigten die Karibik (-38%) sowie Süd- und Mittelmeereuropa (-41%) die schnellsten Erholungsraten gegenüber dem Niveau von 2019.

Ausblick:
- Nach dem noch nie dagewesenen Wachstum der Jahre 2022 und 2021 wird erwartet, dass sich der internationale Tourismus im Jahr 2022 allmählich erholt. Mit Stand vom 24. März gab es in 12 Reisezielen keine COVID-19-bedingten Beschränkungen mehr, und eine zunehmende Zahl von Reisezielen lockert die Reisebeschränkungen oder hebt sie auf, was dazu beiträgt, die aufgestaute Nachfrage zu befriedigen.
- Die große Unsicherheit, die sich aus der Militäroffensive der Russischen Föderation auf die Ukraine ergibt, könnte jedoch in Verbindung mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und den nach wie vor bestehenden Reisebeschränkungen aufgrund der anhaltenden Pandemie das allgemeine Vertrauen beeinträchtigen und den Aufwärtstrend des Tourismus im Jahr 2021 unterbrechen.

Russische Invasion führt zum Stillstand der Flugbuchungen, insbesondere nach Osteuropa
Erstellt von Janina Naef
21. April 2022
Die neuesten Daten von ForwardKeys zeigen, dass der Einmarsch Russlands in die Ukraine zu einem sofortigen Einbruch der Flugbuchungen nach Europa und innerhalb Russlands geführt hat.
In Bulgarien, Kroatien, Estland, Georgien, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei und Slowenien brachen die Buchungen um 30% bis 50% ein. Alle anderen europäischen Länder mit Ausnahme von Belgien, Island und Serbien verzeichneten einen Rückgang der Buchungen zwischen 10% und 30%. Die Buchungen für Inlandsflüge in Russland gingen um 49% zurück.

Der einzige europäische Luftkorridor, der für Russland noch offen ist, führt über Serbien, was sich am deutlichsten an der sofortigen Erhöhung der Sitzplatzkapazität zwischen Russland und Serbien im März und am Profil der Buchungen (50% mehr Sitzplatzkapazität) zeigt.

In der Woche unmittelbar nach der Invasion wurden 60% mehr Flugtickets für Reisen von Russland zu einem anderen Zielort über Serbien ausgestellt als im gesamten Januar.
Marktüberblick BeneLux: Reiseabsichten für den Sommer 2022
Erstellt von Janina Naef
14. März 2022
Allgemein
- Ende Januar/Anfang Februar 2022 haben etwa 68% der niederländischen Bevölkerung ab 18 Jahren beschlossen bzw. wahrscheinlich vor, im nächsten Sommer eine Woche oder länger Urlaub zu machen. Weitere 16% haben es vielleicht vor; 17% werden voraussichtlich nicht verreisen.
- Vor allem Männer (75%), junge Menschen (82%) und Personen mit hohem Bildungsniveau (84%) planen, im nächsten Sommer überdurchschnittlich oft in den Urlaub zu fahren.
- Ende Januar/Anfang Februar gibt es mehr Pläne für einen Urlaub im Ausland als für einen Urlaub im eigenen Land (51%) bzw. (41%). Etwa 8% der Planer geben an, dass sie noch nicht wissen, ob es sich um einen Urlaub im Inland oder im Ausland handeln wird.
- Im Vergleich zu einer ähnlichen Messung im Dezember 2021 ist die Zahl der Niederländer, die in den Urlaub fahren wollen, gestiegen (von 61% auf 68%). Der Anteil derjenigen, die angaben, dass sie ins Ausland fahren wollen, stieg von 42% auf 51%.
Urlaub im Inland
- Noord-Hooland, Gelderland und die Watteninseln sind die beliebtesten Urlaubsgebiete im Inland.
- Die Niederländer, die im nächsten Sommer im eigenen Land bleiben, wollen vor allem in einem Hotel (32%) oder einem Bungalow/Ferienhaus (30%) übernachten. Mit einigem Abstand folgt Camping mit 17%.
- Die beliebtesten Urlaubsmonate für den Sommerurlaub im Inland sind Juni (27%) und Juli (29%).
- Beliebte Aktivitäten während des geplanten Inlandsurlaubs sind Wandern (33%), Radfahren (24%), Essen gehen (28%) und Ausruhen/Nichts tun (27%).
- Fast 60% der Niederländer, die für den nächsten Sommer einen Urlaub im Inland planen, haben ihren Aufenthalt bereits gebucht. Diejenigen, die noch nicht gebucht haben, wollen dies vor allem in der Zeit von Februar bis Mai tun.
Urlaub im Ausland
- Spanien (19%), Frankreich (12%) und Griechenland (9%) sind die beliebtesten ausländischen Urlaubsziele.
- Fast die Hälfte der Niederländer, die einen Urlaub im Ausland planen, wollen mit dem Flugzeug verreisen (53%). Etwa 36% entscheiden sich für das Auto.
- Die Urlauber im Ausland wollen vor allem in einem Hotel (44%), einer Wohnung (14%) oder auf einem Campingplatz (15%) übernachten.
- Juli (29%) und August (26%) sind die beliebtesten Monate für Auslandsreisen.
- Beliebte Aktivitäten der Niederländer, die im nächsten Sommer ins Ausland fahren wollen, sind: Essen gehen (42%), Städte besuchen (39%), Sehenswürdigkeiten besichtigen (32%), ausruhen/nichts tun (32%) und den Strand besuchen (31%).
- Sieben von zehn Ausländern haben ihren Urlaub noch nicht gebucht (das sind deutlich mehr als bei den Inlandsreisen). Diejenigen, die noch nicht gebucht haben, wollen dies vor allem im Frühjahr tun.
UNWTO-Tourismusbarometer: Internationaler Tourismus steigt 2021 um 4%, liegt aber immer noch 72% unter dem Niveau vor der Pandemie
Erstellt von Janina Naef
11. März 2022
Die wichtigsten Fakten zum internationalen Tourismus:
- Der weltweite Tourismus erlebte 2021 einen leichten Aufschwung von 4%, mit 15 Millionen mehr internationalen Touristenankünften (Übernachtungsgästen) als 2020, blieb aber nach vorläufigen Schätzungen 72% unter dem Niveau des Jahres 2019 (vor der Pandemie).
- Dies folgt auf einen Einbruch des internationalen Reiseverkehrs um 73% im Jahr 2020, dem schlimmsten Jahr in der Geschichte des Tourismus aufgrund der COVID-19-Pandemie.
- Der internationale Tourismus erholte sich in der zweiten Jahreshälfte 2021 leicht, wobei die internationalen Ankünfte sowohl im dritten als auch im vierten Quartal um 62% im Vergleich zu denselben Zeiträumen im Jahr 2019 zurückgingen.
- Steigende Impfraten in Kombination mit gelockerten Reisebeschränkungen aufgrund verstärkter grenzüberschreitender Koordination und Protokolle haben dazu beigetragen, die aufgestaute Nachfrage im Jahr 2021 abzubauen.
- Europa und Nord- und Südamerika verzeichneten mit einem Anstieg der Ankünfte um 19% bzw. 17% die besten Ergebnisse im Vergleich zu 2020, obwohl sie 62% bzw. 63% unter dem Niveau von 2019 blieben.
- Afrika verzeichnete 2021 einen Anstieg von 12% im Vergleich zu 2020, blieb aber 74% unter dem Niveau von 2019. Im Nahen Osten gingen die Ankünfte im Vergleich zu 2020 um 24% und im Vergleich zu 2019 um 79% zurück. In Asien und dem Pazifik gingen die Ankünfte gegenüber 2020 um 65% und gegenüber den Werten vor der Pandemie um 94% zurück.
- Bezogen auf die einzelnen Subregionen verzeichnete die Karibik 2021 die besten Ergebnisse: Die internationalen Ankünfte stiegen gegenüber 2020 um 63%, lagen jedoch 37% unter denen von 2019, wobei einige Reiseziele das Niveau vor der Pandemie fast erreichten oder sogar übertrafen.

Ausblick
- Der wirtschaftliche Beitrag des Tourismus (direktes Bruttoinlandsprodukt des Tourismus) wird auf 1,9 Billionen US-Dollarim Jahr 2021 geschätzt, was über dem Wert von 1,6 Billionen US-Dollar im Jahr 2020 liegt, aber immer noch deutlich unter dem Wert vor der Pandemie von 3,5 Billionen US-Dollar.
- Aus der jüngsten Umfrage des UNWTO-Expertengremiums geht hervor, dass 61% der Tourismusfachleute für 2022 eine bessere Leistung erwarten als für 2021. Allerdings glauben die meisten Experten (64%) auch, dass der internationale Tourismus erst 2024 oder später wieder das Niveau von 2019 erreichen wird.
- Der jüngste Anstieg der COVID-19-Fälle und das Auftreten der Omicron-Variante könnten die Erholung des Tourismus Anfang 2022 stören.
- Die Szenarien der UNWTO deuten auf ein Wachstum der internationalen Touristenankünfte im Jahr 2022 von 30% bis 78% hin, abhängig von verschiedenen Faktoren. Dies wäre 50% bis 63% unter dem Niveau vor der Pandemie.
- Während sich der internationale Tourismus erholt, wird der Inlandstourismus in einer zunehmenden Zahl von Reisezielen die Erholung des Sektors weiter vorantreiben. Der Inlandstourismus wird durch die Nachfrage nach Reisezielen angekurbelt, die näher am Wohnort liegen und eine geringe Bevölkerungsdichte aufweisen, da die Touristen nach Aktivitäten im Freien, naturbasierten Produkten und ländlichem Tourismus suchen.

KOF Forecasts of Tourism in Switzerland, released on 26 October 2021 by KOF (Swiss Economic Institut).
Erstellt von Bianca Gentsch
27. Oktober 2021
Forecast Winter 2021/22: +62%
- Domestic guests will continue to provide support for the tourism sector. Their overnight stays will be higher than they were last winter (+13.4%).
- The numbers of overnight stays by European tourists during the winter season will be around 230 percent compared to last year.
- KOF is forecasting that the coronavirus infection rates are likely to increase during the winter months, no new containment measures are now expected owing to the advanced progress of the vaccination campaigns. It is assumed that guests from overseas markets will increase this winter compared to last winter season.
- The total number of overnight stays is forecasted to recover and increase, especially in the mountain areas.

Forecast tourism year 2022 & 2023: The total comeback is not expected until the end of 2023
- domestic demand – which has remained relatively strong throughout the pandemic – should start to decline but remain at a slightly higher level.
- The tourism business with European guests will continue their strong recovery. The 2022 summer season will slightly exceed pre-corona level.
- Overseas demand is expected to rice noticeably in 2022.
- In an overall view, 2023 will be almost at pre-crisis level, except city regions.
New insights from guest nights volume from booking platforms (Airbnb, Booking, Expedia Group and Tripadvisor)
Erstellt von Bianca Gentsch
22. September 2021
Eurostat, the statistical office of the European Union, unlocks new data sources and publishes data on the occupancy of tourist accommodation as a result of an agreement with major platforms (Airbnb, Booking, Expedia Group and Tripadvisor). This agreement sheds light on the development of the short-term accommodation rental sector.
The data includes holiday rentals (excluding hotels and campsites) located in the 27 Member States of the European Union or 4 EFTA from the mentioned four international platforms. In particular, it was agreed upon to transfer data on the number of nights booked and the number of guests on a continuous basis. The data covers national, regional, and city-level data. Currently available are year 2018 and 2019*. The data will be continuously updated in the following months.
Key findings for Switzerland
Switzerland ranks 15th with around 5.7 million guest nights. In 2018, 5.7 million guest nights were recorded in Switzerland in short-term accommodations. The average number of guest nights per stay was 9 nights.
75% of these total guest nights were booked by international guests from the following countries of origin (top 10, sorted in descending order):

If you look at the regional distribution within Switzerland, Valais, Berne and Zurich are the top 3 cantons in terms of guest nights per canton. Lucerne has the highest number of international guests (90.8%).

*Swiss data for 2019 is currently in revision
Source: Eurostat (Experimental statistics)
Die Fremdenverkehrsbilanz der Schweiz
2020 hat der internationale Tourismus wegen Covid-19 stark gelitten
Erstellt von Justine Dutruge
28. Juni 2021
Der Tourismussektor wurde 2020 von der Covid-19-Pandemie hart getroffen. Die Zahl der Reisenden ging deutlich zurück. In der Fremdenverkehrsbilanz mit den erfassten Einnahmen und Ausgaben spiegelt sich der gewaltige Einbruch wider. Die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr sanken um 47,8% auf 9,4 Milliarden Franken und fielen somit auf ihren Stand zu Beginn der 1990er-Jahre. Gleichzeitig halbierten sich die Ausgaben der Schweizer Bevölkerung für Reisen im Ausland nahezu. Gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) beläuft sich der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz auf –290 Millionen Franken.
Die Schweizer Wohnbevölkerung gab im Jahr 2020 für Reisen im Ausland 9,7 Milliarden Franken aus, das sind 48,5% weniger als 2019. Im gleichen Zeitraum wendeten die ausländischen Besucherinnen und Besucher für Reisen in der Schweiz 9,4 Milliarden Franken auf (–47,8%).
Ab März 2020 nahm die Zahl der Touristinnen und Touristen in der Schweiz stark ab. Die Hotellerie, die 2019 einen Rekordwert bei den Logiernächten verzeichnet hatte, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Zahl der Logiernächte von ausländischen Gästen brach 2020 gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel ein. Der Reiseverkehr mit Übernachtungen fiel um rekordverdächtige 56,0%.
Bei den Reisen ohne Übernachtungen fiel die Abnahme moderater aus (–31,9%), für die Schweizer Wirtschaft resultierte daraus ein Einnahmerückgang von nahezu 2 Milliarden Franken.
Ausgaben der Schweizer Bevölkerung im Ausland um die Hälfte gesunken
2020 gab die Schweizer Wohnbevölkerung insgesamt 9,7 Milliarden Franken für Reisen ins Ausland aus; das sind 48,5% weniger als 2019.
Parahotellerie im Jahr 2020: Logiernächte sinken um 11,3%, Nachfrage auf Campingplätzen steigt stark an
Erstellt von Justine Dutruge
22. Juni 2021
Die Parahotellerie verzeichnete im durch die Covid-19-Pandemie geprägten Jahr 2020 insgesamt 14,8 Millionen Logiernächte. Gegenüber 2019 entspricht dies einem Rückgang von 11,3%. Die inländische Nachfrage stieg um 3,8% auf 11,9 Millionen Logiernächte, der Anteil der Inlandgäste lag damit bei 80,3%. Die Logiernächtezahl der ausländischen Besucherinnen und Besucher sank hingegen um 44,4% auf 2,9 Millionen. Die europäischen Gäste verbuchten mit 2,8 Millionen (–35,7%) den grössten Logiernächteanteil der ausländischen Gäste. (Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS)).
Nur leichter Logiernächterückgang bei den Ferienwohnungen
Im Jahr 2020 ging der grösste Anteil der Logiernächte in der Parahotellerie auf kommerziell bewirtschaftete Ferienwohnungen zurück (48,4%). Mit einem Jahrestotal von 7,2 Millionen Logiernächten nahm die Nachfrage gegenüber 2019 um 1,3% ab. Bei den inländischen Gästen wurden 5,5 Millionen Logiernächte verbucht (+26,4% gegenüber dem Vorjahr), bei den ausländischen Gästen 1,7 Millionen (–42,2%).
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in kommerziell bewirtschafteten Ferienwohnungen belief sich 2020 auf 6,6 Nächte. Verteilt auf die sieben Grossregionen war die Nachfrage mit insgesamt 2,8 Millionen Logiernächten in der Genferseeregion am stärksten, gefolgt von der Ostschweiz mit 2,5 Millionen Logiernächten.
Starkes Wachstum auf Campingplätzen
Mit 4,2 Millionen Logiernächten registrierten die Campingplätze im Jahr 2020 – trotz der behördlich verordneten Schliessung im Frühjahr – 11,1% mehr Logiernächte als im Vorjahr. Dies hauptsächlich weil die Anzahl Logiernächte in den Monaten Juli bis Oktober um 33,1% anstieg im Vergleich zur Vorjahresperiode. Ganzjährig gingen 3,4 Millionen Logiernächte auf das Konto von inländischen Gästen, was einer Zunahme von 33,9% entspricht. Die Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland (davon 99,3% aus Europa) verzeichneten 760 000 Logiernächte (–36,8%). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2020 bei 3,2 Logiernächten. Mit 973 000 Logiernächten war der Espace Mittelland die Grossregion mit der höchsten Anzahl Logiernächten auf Campingplätzen, gefolgt von der Genferseeregion (967 000).
Nation Brand Index 2020: Image der Schweiz in 20 Ländern
Erstellt von Justine Dutruge
26. Mai 2021
Management Summary
- Die Schweiz hat im internationalen Vergleich ein sehr gutes Gesamtimage. Im Jahr 2020 liegt die Schweiz auf Platz 7 von 50 möglichen Rängen und ist damit das bestplatzierte kleine und mittelgrosse Land.
- Im Bereich Tourismus rangiert die Schweiz auf Platz 11 (gleich wie 2019). Im Allgemeinen bewerten weiter entfernte Länder die Attraktivität der Schweiz als Reiseziel höher. Die Bewertungsergebnisse für die Schweiz reichen von #2 (Korea) und #5 (USA, Kanada) bis #18 (Frankreich) und #21 (Italien).
- Sehr gute Platzierungen für die Tourismus-Dimensionen „würde das Land gerne besuchen, wenn Geld keine Rolle spielen würde“ (#5) und „reich an natürlicher Schönheit“ (#4) (gleich wie 2019).
Methode
- Für jedes der 20 Länder wurden im Zeitraum Juli bis August 2020 ca. n=1.000 Personen befragt.
- Zur Ermittlung des Länderimages werden 6 Dimensionen herangezogen. Eine davon ist der Tourismus.
- 50 bewertete Länder (-> führt zu den Rängen 1 bis 50)
Im Detail


Vollständiger Bericht (Präsenz Schweiz): Das Schweizer Tourismusimage im Zeitverlauf und nach Ländern (S. 19-58)
Schweizer Nachhaltigkeit – in der Realität, als Image, in der Werbung/Medien: Ergebnisse aus zwei aktuellen Studien.
Erstellt von Justine Dutruge
26. Mai 2021
A. Yale’s Environmental Performance Index (EPI): Ranking von 180 Ländern anhand von 32 Umweltindikatoren.
Die Schweiz rangiert objektiv (unabhängig von Wahrnehmung/Umfragen) weltweit an dritter Stelle nach Dänemark und Luxemburg. Da grün sein kostet: Je wohlhabender ein Land ist, desto tendenziell umweltfreundlicher ist es, siehe Grafik:

B. „Nation Brands 2021 – Report“ von Brand Finance mit n=75.000 befragten Personen in 100 Ländern.
Diese Umfrage attestiert der Schweiz und dem Schweizer Tourismus im Allgemeinen ein hervorragendes Image. So wird die Schweiz auch als weltweit führend im Bereich der Nachhaltigkeit wahrgenommen (x-Achse in der Grafik unten), zusammen mit Skandinavien, Neuseeland, Australien und Kanada.

Vollständiger Bericht:
KOF Prognosen für den Schweizer Tourismus: Inlandtourismus zieht im Sommer wieder an
Erstellt von Justine Dutruge
26. Mai 2021
Sommersaison 2021: Allmähliche Erholung
- Dank dem Start der Impfkampagne ist eine allmähliche Verbesserung der Lage im Tourismussektor zu erwarten.
- Zunächst wird der Inlandtourismus profitieren. Die Nachfrage aus den Fernmärkten wird voraussichtlich länger gedmämpft bleiben. Ausserdem wird ein Teil des Geschäftstourismus durch die beschleunigte Digitalisierung permanent ausfallen, da auch zukünftig Geschäftstermine vermehrt virtuell stattfinden werden.
- Die KOF rechnet damit, dass die städtischen Gebiete für einige Zeit eine schwächere Nachfrage erfahren werden, während die Alpenregionen schnell wieder Touristen aus dem In- und nahen Ausland auf Höhe des Vorkrisenniveaus begrüssen werden.
- Die KOF-Prognose geht davon aus, dass die Anzahl der Logiernächte bei den Schweizer Touristen leicht über dem Vorkrisenniveau liegen, während die Anzahl der Logiernächte bei den Europäern erst 2022 wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht. Bei den Fernreisenden wird bis einschliesslich 2023 die Anzahl Logiernächte unter ihrem alten Niveau bleiben.
Wintersaison 2021/2022: Kaum Restriktionen, aber weniger Fernreisende
- Gemäss der KOF-Prognose wird die Anzahl der Logiernächte in der Wintersaison 2021/22 voraussichtlich sowohl im Alpenraum als auch in den übrigen Gebieten das Vorkrisenniveau knapp übertreffen.
- Die KOF erwartet bis 2023 eine leicht steigende Anzahl Logiernächte bei den Schweizer Gästen, während die Anzahl Logiernächte bei den ausländischen Gästen zwar auch steigt, bis 2023 aber nicht mehr ihr altes Niveau erreicht.
Prognoserisiken und Alternativszenario
- Nach wie vor besteht eine erhebliche Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie.
- Ein negatives Alternativszenario von der KOF wäre, dass die verzögerte Normalisierung der pandemischen Situation dazu führen würde, dass die ausländische Nachfrage sich in die Folgejahre verschieben könnte.
- Ausserdem besteht ein Risiko in einem Wiederaufflammen der COVID-19-Pandemie. Ursächlich hierfür könnten die neuerliche Mutationen von Coronaviren sein.
UNWTO-Tourismusbarometer: Internationaler Tourismus nimmt im Januar 2021 mit einem Minus von 87% weiter ab
Erstellt von Justine Dutruge
10. Mai 2021
Die wichtigsten Fakten zum internationalen Tourismus:
- Durch die COVID-19-Pandemie nahm der internationale Tourismus um 73 % im Jahr 2020 ab. Die Nachfrage nach internationalen Reisen bleibt auch zu Beginn des Jahres 2021 sehr schwach.
- Die internationalen Touristenankünfte (Übernachtungsgäste) brachen im Januar 2021 angesichts neuer Ausbrüche und verschärfter Reisebeschränkungen um 87 % ein. Dies folgt auf einen Rückgang von 85 % im letzten Quartal 2020.
- Nach Regionen betrachtet, verzeichnete Asien und der Pazifik (-96%), die Region, in der weiterhin die meisten Reisebeschränkungen gelten, im Januar den größten Rückgang bei den internationalen Ankünften. Europa und Afrika verzeichneten beide einen Rückgang der Ankünfte um 85%, während der Mittlere Osten einen Rückgang von 84% verzeichnete. Die internationalen Ankünfte in Nord- und Südamerika gingen im Januar um 77 % zurück, nachdem sie im letzten Quartal des Jahres etwas besser ausgefallen waren.
- Aufgrund der Verschärfung der Pandemie mit einem Anstieg der Fälle und dem Auftauchen neuer Varianten führten viele Länder wieder strengere Reisebeschränkungen ein, darunter obligatorische Tests, Quarantänen und in einigen Fällen eine komplette Schließung der Grenzen, zusätzlich zu den lokalen Abriegelungen, was die Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs erschwerte. Darüber hinaus verlief die Verteilung der Impfung langsamer als erwartet und war in den einzelnen Ländern und Regionen ungleichmäßig.

Ausblick:
- Da Anfang Februar 32 % der Reiseziele weltweit vollständig und weitere 34 % teilweise geschlossen waren, erwartet die UNWTO für das erste Quartal 2021 einen Rückgang der internationalen Touristenankünfte um etwa 85 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019. Dies würde einen Verlust von etwa 260 Millionen internationalen Ankünften im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie bedeuten.
- Für das Jahr 2021 hat die UNWTO zwei Szenarien entworfen: Das erste Szenario geht von einer Erholung im Juli aus, was zu einem Anstieg der internationalen Ankünfte im Jahr 2021 um 66% im Vergleich zu den historischen Tiefstständen von 2020 führen würde. In diesem Fall würden die Ankünfte immer noch 55 % unter den Werten von 2019 liegen. Das zweite Szenario berücksichtigt einen möglichen Aufschwung im September, der zu einem Anstieg der Ankünfte um 22 % im Vergleich zum Vorjahr führen würde. Dennoch wäre dies 67 % unter den Werten von 2019.
- Die Szenarien berücksichtigen eine Reihe von Faktoren wie eine allmähliche Verbesserung der epidemiologischen Situation, eine fortgesetzte Einführung des COVID-19-Impfstoffs, eine deutliche Verbesserung des Vertrauens der Reisenden und eine weitgehende Aufhebung der Reisebeschränkungen, insbesondere in Europa und Amerika.

UNWTO-Tourismusbarometer Januar 2021: Rückgang der internationalen Ankünfte um 74%
Erstellt von Justine Dutruge
9. Februar 2021
Die wichtigsten Fakten zum internationalen Tourismus:
- Im Jahr 2020 erlebte der Tourismus die größte Krise aller Zeiten infolge einer gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Notlage durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie.
- Die internationalen Touristenankünfte (Übernachtungsgäste) brachen 2020 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund weit verbreiteter Reisebeschränkungen und eines massiven Nachfrageeinbruchs um 74 % ein.
- Der Einbruch des internationalen Reiseverkehrs bedeutet einen geschätzten Verlust von 1,3 Billionen USD an Exporteinnahmen – mehr als das 11-fache des Verlustes, der während der Weltwirtschaftskrise 2009 verzeichnet wurde.
- Asien und der pazifische Raum verzeichneten im Jahr 2020 einen Rückgang der internationalen Ankünfte um 84%, etwa 300 Millionen weniger als im Vorjahr. Der Nahe Osten und Afrika verzeichneten jeweils einen Rückgang der Ankünfte um 75%. In Europa gingen die Ankünfte um 70 % zurück, was über 500 Millionen weniger internationale Touristen bedeutet, während der amerikanische Kontinent einen Rückgang von 69 % verzeichnete.

Ausblick:
- Die neueste Umfrage des UNWTO-Expertenpanels zeigt einen gemischten Ausblick für 2021. Fast die Hälfte der Befragten (45%) sahen bessere Aussichten für 2021 im Vergleich zum letzten Jahr, während 25% eine ähnliche Leistung erwarten und 30% eine Verschlechterung der Ergebnisse vorhersehen.
- Insgesamt scheinen sich die Aussichten für einen Aufschwung im Jahr 2021 verschlechtert zu haben. 50 % der Befragten erwarten einen Aufschwung erst im Jahr 2022, im Vergleich zu 21 % im Oktober 2020.
- Die Experten sehen eine wachsende Nachfrage nach Aktivitäten im Freien und in der Natur voraus, wobei der Inlandstourismus und „Slow Travel“-Erlebnisse zunehmend an Interesse gewinnen.
- Mit Blick auf die weitere Zukunft sehen die meisten Experten eine Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie nicht vor 2023. Tatsächlich verweisen 43% der Befragten auf das Jahr 2023, während 41% eine Rückkehr zum Niveau von 2019 im Jahr 2024 oder später erwarten.
- Die erweiterten Szenarien der UNWTO für 2021-2024 zeigen, dass es zwischen zweieinhalb und vier Jahren dauern könnte, bis der internationale Tourismus wieder das Niveau von 2019 erreicht.
- Es wird erwartet, dass die allmähliche Einführung eines COVID-19-Impfstoffs dazu beitragen wird, das Vertrauen der Nachfrager wiederherzustellen, die Reisebeschränkungen zu lockern und das Reisen im Laufe des kommenden Jahres langsam zu normalisieren.

Untersuchung der Reisebereitschaft
Erstellt von Justine Dutruge
29. Januar 2021
1. Highlights der Forschung
Dieser Bericht untersucht die Empfindung und die kurzfristigen Absichten für inländische und intraregionale Reisen innerhalb Europas und ist die vierte von sechs Wellen der Marktforschung, die im September 2020 gestartet hat.
- Mit den Neuigkeiten zu den zugelassenen COVID-19-Impfstoffen verbessert sich die Gemütslage der Europäer gegenüber Inlands- und Intraregionalreisen; 52% der Befragten beabsichtigen, in den nächsten sechs Monaten zu reisen.
- Eine COVID-19-Impfung, bleibt der wichtigste Einflussfaktor für die Reiseentscheidung.
- Die Befragten im Alter von 25-34 Jahren sind derzeit am reisefreudigsten.
- Top 5 Märkte, die am ehesten wieder reisen, wenn ein Impfstoff / eine Behandlung gegen COVID-19 gefunden wird:

- Top-5-Märkte, die in den nächsten 6 Monaten am ehesten verreisen werden:

- Freizeit ist immer noch der primäre Reisezweck:

- Orte mit einem Städtereise- oder Kulturangebot könnten Spanier bzw. Italiener leichter anziehen, während Reiseziele, die Outdoor- und Naturerlebnisse anbieten, für die mitteleuropäischen und Benelux-Märkte attraktiver sein könnten.

- Die größten europäischen Reisemärkte zeigen ein starkes ganzjähriges Interesse an Sonne & Strandurlaub sowie Küste & Meer.

2. Empfehlungen für Destinationen
- Das gestiegene Interesse an Auslandsreisen kann als ein erstes Signal für Destinationsvermarkter interpretiert werden, sich langsam wieder auf den grenzüberschreitenden Tourismus zu konzentrieren, insbesondere mit Blick auf den Zeitraum April – Juni 2021.
- Destinationen sollten weiterhin in strenge Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle investieren und diese weiterentwickeln, um das Vertrauen der Reisenden zu stärken.
- Alle relevanten Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen sollten in den Kommunikationskampagnen einbezogen werden.
3. Empfehlungen für Unternehmen
- Die Unsicherheit bezüglich des Reisens beginnt zu sinken; Unternehmen sollten sich auf eine Erholung des Tourismus einstellen, indem sie zunächst Nischenzielgruppen definieren.
- Unternehmen, die ihre digitalen Ressourcen und Online-Reservierungssysteme verbessern, profitieren von höheren Konversionsraten und können sich schneller erholen.
Der internationale Tourismus ging in der ersten Hälfte des Jahres 2020 um 65% zurück.
Erstellt von Laura Koller
13. Oktober 2020
Schlüsselfakten aus dem UNWTO-Welttourismus-Barometer August/September 2020:
- Die Ankünfte internationaler Touristen (Übernachtungsgäste) gingen gemäss gemeldeten Daten der Tourismusdestinationen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 65% zurück, wobei die Ankünfte im Juni um 93% zurückgingen.

- Trotz der allmählichen Wiedereröffnung einer zunehmenden Anzahl von Reisezielen in der zweiten Maihälfte und im Monat Juni, vor der Sommersaison auf der Nordhalbkugel, war die erwartete Verbesserung im Juni im Vergleich zum Mai fast nicht wahrnehmbar.
- Der massive Rückgang der Nachfrage nach internationalen Reisen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 bedeutet einen Verlust von 440 Millionen internationalen Ankünften und etwa 460 Milliarden USD an Exporteinnahmen aus dem internationalen Tourismus. Dies entspricht mehr als dem Fünffachen der Einnahmeverluste, die 2009 inmitten der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise verzeichnet wurden.
- Die Abnahme der internationalen Nachfrage spiegelt sich auch in den zweistelligen Rückgängen der Ausgaben für den internationalen Tourismus wider. Wichtige Outbound-Märkte wie die Vereinigten Staaten und China befinden sich nach wie vor im Stillstand, während aber einige Märkte wie Frankreich und Deutschland im Juni eine gewisse Verbesserung der Nachfrage nach internationalen Reisen verzeichneten.
- Während die Erholung des internationalen Tourismus weiterhin schleppend verläuft, steigt die Nachfrage nach Inlandsreisen in vielen großen Märkten wie China, wo die Flugkapazität im Juli wieder auf etwa 90% des Niveaus von 2019 angestiegen ist. Auch in Russland wurde die Flugkapazität durch den steigenden Inlandsreiseverkehr gestützt.
- Ausgehend von den drei im Mai 2020 veröffentlichten UNWTO-Szenarien, die auf eine Abnahme der internationalen Touristenankünfte im Jahr 2020 um 58% bis 78% hindeuten, rückt die Abnahme der internationalen Ankünfte gemäss aktuellen Trends für 2020 näher an 70% heran.

- Erweiterte Szenarien für 2021-2024 deuten auf eine starke Erholung im Jahr 2021 hin, basierend auf der Annahme einer Entwicklungs-Wende der Pandemie, einer deutlichen Vertrauensaufbau der Reisenden und einer weitgehenden Aufhebung der Reisebeschränkungen bis Mitte des Jahres. Nichtsdestotrotz würde es 2 ½ bis 4 Jahre dauern, bis das Niveau der internationalen Ankünfte von 2019 wieder erreicht wird.
Globale Reise- und Tourismustrends von Oxford Economics: Die Zahlen von 2019 im Einreiseverkehr werden erst 2024 wieder erreicht.
Erstellt von Laura Koller
18. August 2020
- Die weltweite internationale Reise-Nachfrage wird den aktuellen Prognosen zufolge im Jahr 2020 um 57% zurückgehen, was 847 Mio. weniger Besucherankünften entspricht, wobei eine langsamere Erholung in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird als in früheren Prognosen. Die anfängliche Erholung war bescheiden, da in einigen wichtigen Ländern noch Reisebeschränkungen bestehen.
- Der Inlandreiseverkehr dürfte sich schneller erholen und bis 2022 wieder auf das Niveau von 2019 ansteigen. Der Einreiseverkehr wird jedoch erst wieder im Jahr 2024 das Niveau von 2019 erreichen, was die anhaltenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen und die fortbestehende negative Haltung gegenüber dem internationalen Reiseverkehr, einschließlich der bleibenden Auswirkungen auf Freizeit- und Geschäftsreisen widerspiegelt.
- Für alle Regionen wird ein Rückgang des internationalen Reiseverkehrs prognostiziert, wobei nordamerikanische Reiseziele die am stärksten betroffene Region sein werden (-69%), gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum (wobei Nordostasien mit 61% den stärksten regionalen Rückgang verzeichnet) und Europa (-56%).
- Großstadtreiseziele sind stärker betroffen als ländliche Gebiete. Für Bangkok wird der stärkste Rückgang der Besucherankünfte mit 14,5 Mio. prognostiziert, was fast zwei Dritteln des Rückgangs der Besucherankünfte in ganz Thailand entspricht. Die 10 Städte mit dem größten prozentualen Rückgang der Besucherankünfte liegen alle in den USA, wobei für New York mit 79% der größte Rückgang erwartet wird.

Einnahmerekord in der Femdenverkehrsbilanz 2019: Das Jahr 2019 war auch in finanzieller Sicht das erfolgreichste Jahr aller Zeiten.
Erstellt von Laura Koller
12. August 2020
Kernaussagen:
- Die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr stiegen 2019 auf den bisherigen Rekordstand von 17,8 Milliarden Franken (+1.4% im Vergleich zum Vorjahr).
- Die Ausgaben der Schweizer Bevölkerung für Reisen im Ausland nahmen hingegen, trotz des günstigeren Preisumfelds, nicht zu. 2019 gab die Schweizer Wohnbevölkerung insgesamt 18,6 Milliarden Franken für Reisen ins Ausland aus (0,1% weniger als 2018).
- Gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) beläuft sich der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz auf –798 Millionen Franken.
Details:
- Nachdem die Hotellerie im Jahr 2015 aufgrund der Frankenstärke einen Dämpfer erhalten hatten, erholte sie sich und verzeichnete 2019 sogar einen neuen Logiernächterekord. Mehr als 50% der Logiernächte gingen auf das Konto der Gäste aus dem Ausland. Bei den Einnahmen ausÜbernachtungen in Beherbergungsstätten und bei Verwandten resultierteein Wachstum von 3,2%.
- Da die Einnahmen aus Studien- und Spitalaufenthalten 2019 insbesondere aufgrund der höheren Anzahl ausländischer Studierender an den Schweizer Hochschulen ebenfalls zugenommen haben (+71 Millionen Franken bzw. +2,1%), stiegen die Einnahmen aus dem Reiseverkehr mit Übernachtungen um 335 Millionen Franken auf insgesamt 11,8 Milliarden Franken an.
- Die Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr gingen im Jahr 2019 um 4,6% zurück. Demgegenüber erhöhten sich die Konsumausgaben der ausländischen Personen mit Grenzgänger- oder Kurzaufenthaltsstatus aufgrund der grösserem Anzahl Grenzgängerinnen und Grenzgänger um 2,8% auf 2,7 Milliarden Franken.

Nach einem 98% Rückgang der internationalen Ankünfte im Mai nimmt der Tourismus langsam wieder zu.
Erstellt von Laura Koller
11. August 2020
Schlüsselfakten aus dem UNWTO-Welttourismus-Barometer Juli 2020:
- Die internationalen Touristenankünfte (Übernachtungsgäste) verzeichneten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 einen Rückgang von 56% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, so die bisher nach Reisezielen weltweit gemeldeten Daten.
- Die internationalen Ankünfte gingen im Monat Mai um 98% zurück, was auf Reisebeschränkungen in fast allen Reisezielen weltweit zurückzuführen ist, und dies vor dem Hintergrund von Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie.
- Dies bedeutet 300 Millionen weniger internationale Touristenankünfte im Zeitraum Januar-Mai 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres 2019, was einem Verlust von 320 Milliarden US-Dollar an internationalen Tourismuseinnahmen (Exporteinnahmen) entspricht, mehr als dreimal so viel wie im gesamten Jahr 2019 unter den Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise.
- Nach Regionen betrachtet, verzeichnete Asien und der Pazifik, die erste durch Covid-19 betroffene Region im Zeitraum Januar-Mai 2020 einen Rückgang der Ankünfte um 60%. Europa verzeichnete mit 58% weniger Ankünften den zweitstärksten Rückgang, gefolgt vom Nahen Osten (-51%), Amerika und Afrika (jeweils -47%).
- Der Tourismus zeigt Anzeichen einer allmählichen und vorsichtigen Trendwende während der Sommermonate der nördlichen Hemisphäre, was sich in der allmählichen Aufhebung der Reisebeschränkungen in mehreren Ländern der Welt, insbesondere in Europa, der Wiederaufnahme einer Reihe internationaler Flüge und der Wiederankurbelung einiger inländischer und intraregionaler Märkte widerspiegelt.
- Der UNWTO-Vertrauensindex ist jedoch auf Rekordtiefs gefallen, sowohl für die Auswertungen von Januar-April 2020 als auch für die Aussichten für Mai-August. Die meisten Experten des UNWTO-Panels gehen davon aus, dass sich der internationale Tourismus bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2021 erholen wird, gefolgt von denjenigen, die eine Erholung in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erwarten.

- Experten nannten negative Faktoren wie Reisebeschränkungen und Grenzschließungen, die an den meisten Reisezielen nach wie vor gelten, den Stillstand wichtiger Ausreisemärkte wie den Vereinigten Staaten und China, Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Reisen, das Wiederaufleben des Virus und das Risiko neuer Schließungen oder Ausgangssperren. Sie verwiesen auch auf den Mangel an zuverlässigen Informationen und ein sich verschlechterndes wirtschaftliches Umfeld als Faktoren, die das Vertrauen der Reisenden belasten.
- Es wird erwartet, dass der Inlandstourismus schneller wieder anzieht. Die Hälfte der Befragten sieht eine Erholung des Inlandstourismus bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2020, im Einklang mit der Wiederaufnahme des Tourismus in vielen Reisezielen im Juni und Juli, die andere Hälfte erwartet jedoch eine Erholung im Verlauf des Jahres 2021.

- Die Experten erwähnten auch Veränderungen im Verhalten der Touristen, wie z.B. Reisen in die nähere Umgebung des Wohnortes oder in die nähere Umgebung, Buchungen näher am Abreisedatum oder die Bevorzugung von Reisen mit dem Auto.
Digital News 2020: Welche Arten von Onlinenachrichten werden konsumiert und weshalb?
Erstellt von Dan Wahlen
30. Juni 2020
Das Reuters Institute veröffentlicht jährlich einen ausführlichen Digital News Report. Die diesjährige Version beantwortet unter anderem Fragen wie:
Weshalb bezahlen Leute für Onlinenachrichten?
- Hauptgründe sind die Unverwechselbarkeit und die Qualität des Inhalts.
Wie verändert sich die Zahlungsbereitschaft für Onlinenachrichten?
- 80-90% der Konsumenten von Onlinenachrichten erachten es als wahrscheinlich nächstes Jahr wieder dafür zu bezahlen.
- Rund 50% mit temporärem Zugang (z.B. Probeabo) können sich vorstellen zukünftig ein Abonnement abzuschliessen.
Wie bedeutend sind E-Mail Newsletter?
- Nur 16% der Leute nutzen regelmäßig E-Mails. Diese regelmässigen Nutzer sind besonders Nachrichten-interessiert und verfügen über ein hohes Haushaltseinkommen.
- Zwischen den verschiedenen Ländern gibt es starke Unterschiede.
- 44% geben an, die meisten ihrer E-Mails täglich zu lesen. 37% lesen einige ihrer E-Mails und 18% lesen keine oder nur wenige E-Mails pro Tag.
- Die beliebtesten E-Mail-Newsletter weisen eine Öffnungsrate von bis zu 80% auf.
Welcher Effekt hatte Covid-19 auf den Konsum von Nachrichten und die Digitalisierung?
- Mehr Menschen konsumierten Fernsehnachrichten und vertrauenswürdige Online-Nachrichtenquellen.
- Die Nutzung neuer digitaler Tools wurde durch Covid-19 auch beschleunigt. Dies zeigt sich darin, dass viele Menschen Online-Gruppen beitraten oder zum ersten Mal an Videokonferenzen teilnahmen.
- Die Digitalisierung wurde durch Covid-19 insgesamt eher beschleunigt als verlangsamt.
Zusätzlich zur globalen Entwicklung ist für zahlreiche Länder (die Mehrheit der ST Märkte) ein Factsheet zur Nutzung digitaler Kanäle auffindbar. Für die Schweiz sieht dieses Factsheet wie folgt aus


Wer mehr Details möchte oder Informationen über ein spezifisches Land findet diese hier:
COVID-19 bringt den internationalen Tourismus im April zum Erliegen.
Erstellt von Dan Wahlen
29. Juni 2020
Schlüsselfakten aus dem UNWTO-Welttourismus-Barometer Juni 2020:
- Die internationalen Touristenankünfte (Übernachtungsgäste) verzeichneten in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 einen Rückgang von 44% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
- Die internationalen Ankünfte gingen im Monat April um 97% zurück, was auf Reisebeschränkungen in 100% aller Reiseziele weltweit zurückzuführen ist, und dies vor dem Hintergrund von Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie.
- Dies entspricht einem Einbruch um 180 Millionen internationale Ankünfte im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019, was einem Verlust von 195 Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem internationalen Tourismus (Exporteinnahmen).
- Nach Regionen betrachtet, verzeichnete Asia Pacific, die erste durch Covid-19 betroffene Region im Januar-April 2020 einen Rückgang der Ankünfte um 51%. Europa verzeichnete mit 44% weniger Ankünften den zweitstärksten Rückgang, gefolgt vom Nahen Osten (-40%), Amerika (-36%) und Afrika (-35%).
- Der Tourismus zeigt positive Anzeichen einer allmählichen, aber immer noch vorsichtigen Trendwende für die bevorstehende Sommersaison in der nördlichen Hemisphäre. Dies zeigt sich in der allmählichen Aufhebung der Reisebeschränkungen in mehreren Ländern der Welt und der Wiederaufnahme einiger internationaler Flüge.
Entwicklung von Buchungen für internationale Reisen:

Global Outlook:

Gesamtentwicklung der Logiernächte in der Schweiz in Hotels und Ferienwohnungen 2019: +1.0%
Erstellt von Dan Wahlen
19. Juni 2020
Kernaussagen:
- Während 2019 die Logiernächtezahl in kommerziell betriebenen Ferienwohnungen verglichen mit 2018 um 3.6% sank, konnte diese Kennzahl in der Hotellerie um +1.9% gesteigert werden.
- Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Logiernächtezahlen 2019 im Total der Hotels und kommerziell betriebenen Ferienwohnungen um +1.0% auf 46.8 Millionen Logiernächte.
- Im Q1 verloren sowohl die Hotellerie als auch die Ferienwohnungen gegenüber dem Vorjahr.
- In Q2 und Q4 konnten beide Unterkunftstypen jeweils um mehr als 3% zulegen, verglichen mit dem Vorjahr.
Methodik:
Die 2016 eingeführte Erhebung zu den kommerziell bewirtschafteten Ferienwohnungen ist eine auf nationaler Ebene durchgeführte Stichprobenerhebung. Die Stichprobe von 2019 umfasste 11 885 quartalsweise erhobene Ferienwohnungen.
Bemerkung:
Die veröffentlichten Ergebnisse decken nur einen Teil der Logiernächte im Tourismussektor ab. Logiernächte in eigenen Ferienwohnungen sind beispielsweise nicht enthalten. Die Zahlen können jedoch zur etablierten Beherbergungsstatik der Hotellerie addiert und als plausibler Indikator für die Entwicklung des bezahlten Tourismus verwendet werden.
Der untenstehenden Tabelle sind die Entwicklung pro Quartal und für das ganze Jahr 2019 zu entnehmen.

Vollständige Erholung frühestens ab 2023 – Update des globalen Tourismusausblicks von Oxford Economics.
Erstellt von Dan Wahlen
18. Juni 2020
- Oxford Economics prognostiziert, dass der weltweite Inbound-Tourismus im Jahr 2020 um 52% zurückgehen wird, was einem Rückgang von 775 Mio. Besuchen im Vergleich zu 2019 entspricht.
- Es wird erwartet, dass ab 2021 eine teilweise Erholung der Reise-Nachfrage einsetzt, wobei für die Ankünftezahlen ein Wachstum von 50% prognostiziert wird. Die vollständige Erholung der weltweiten Ankünfte wird jedoch nicht vor 2023 erwartet.
- Betroffen sind alle Regionen weltweit. Americas wird den Prognosen zufolge mit einem Rückgang des Einreiseverkehrs um 55% im Jahr 2020 am stärksten betroffen sein, gefolgt von Europa (-54%), dem Nahen Osten und Afrika (-49%).
- Kurzstrecken- und intraregionale Reisen werden ein Hauptschwerpunkt sein, um die Erholung des internationalen Tourismus im Jahr 2020 in Gang zu bringen.
Die Schweizer treiben immer mehr Sport
Erstellt von Dan Wahlen
15. Juni 2020
Eine neue Studie des Bundesamtes für Sport (BASPO) zeigt die sportliche Aktivität der Schweizer sowie das Interesse an Sportreisen im In- und Ausland. Die Kernausssagen sind:
Sportliche Aktivität:

- Der kontinuierliche Anstieg der Sportaktivität der Schweizer Bevölkerung hat sich in den letzten sechs Jahren nochmals verstärkt. Der Zuwachs der Sportaktivität lässt sich insbesondere auf die Frauen und Personen in der zweiten Lebenshälfte zurückführen. So treiben Frauen heute praktisch gleich viel Sport wie Männer, und auch die Altersunterschiede haben sich angeglichen. Frauen ab 45 Jahren sind besonders sportbegeistert geworden. Auch im europäischen Vergleich sind Herr und Frau Schweizer äusserst sportlich.
- Die beliebtesten Sportarten der Schweizerinnen und Schweizer sind (Rang 1-5): Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Joggen
- Insbesondere die Beliebtheit des Wanderns stieg seit 2014 nochmals markant an. Erstmals gibt über die Hälfte der Bevölkerung Wandern als eine von ihnen ausgeübte Sportart an.
- Beachtliche Wachstumsraten weisen zudem verschiedene Outdoorsportarten wie Schlitteln, Ski- und Snowboardtouren, Mountainbiken, Wind- und Kitesurfen, Klettern und Bergsteigen sowie Skilanglauf auf.
- Schweizer wurden im Vergleich zu 2014 polysportiver (im Schnitt 4.5 Sportarten pro Sporttreibender), üben die Sportarten aber weniger intensiv aus (weniger aktive Tage).
Sporttourismus:
- Sportferien sind in der Schweiz sehr beliebt. 25% der Schweizer machten in den letzten 12 Monaten Sportferien in der Schweiz (mind. 1 Übernachtung).
- Eine besonders hohe Affinität für Sportferien in der Schweiz haben Männer, Deutschschweizer, Einwohner mit einem Monatseinkommen von 7000 CHF und mehr.
- Skifahren und Wandern sind die in den Sportferien am häufigsten ausgeübten Sportarten. Wanderferien sind heute mit 13.0% aller Sportferien fast so beliebt wie Skiferien (14.4%).
- Sportferien in der Schweiz dauern durchschnittlich 9 Nächte.
N=13’600
TMS 2017- Nachbefragung Mai 2020: Reisen zu Corona-Zeiten.
Erstellt von Dan Wahlen
8. Juni 2020
Zusammenfassung:
- Das Interesse an Inlandreisen nimmt gegenwärtig massiv zu (aufgrund von Reisebeschränkungen, Angst vor Ansteckung). Dies bietet eine historisch wohl einmalige Gelegenheit: Noch nie war es vermutlich einfacher, Nicht-Schweiz Gäste für Ferienaufenthalte in der Schweiz zu motivieren.
- Die Hälfte der Schweiz-affinen Touristen aus der Schweiz plant ihre nächsten Ferien im Juni oder Juli. Europäische Touristen wollen am häufigsten im August reisen. Am zögerlichsten sind die Gäste aus Übersee: Nur jeder Vierte plant seinen nächsten Urlaub zwischen Mai und September 2020.
- „Sicherheit“, „wenige Personen“, „Hygiene/ Sauberkeit“, „Massnahmen gegen Corona“, „Corona-Fallzahlen / Ansteckungsgefahr“ sind die fünf wichtigsten Punkte, die für die Schweiz-affinen Touristen aus dem Ausland im Vergleich zur Zeit vor dem Coronavirus wichtiger sein werden.
Methodik:
TMS 2017 Nachbefragung per E-Mail (Touristen, die im Tourismusjahr 2017 ihre Ferien in der Schweiz verbracht haben (Schweiz-affine Touristen).
Befragungszeitraum: 5. bis 10. Mai 2020
n=671
Detaillierte Auswertung:




Weitere Studien (nur zum Markt Schweiz)
Reiseverhalten (Mindnow | 25. Mai 2020)
Prognose für die Tourismusbranche in der Schweiz (KOF-Prognose, Mai 2020)
Erstellt von Dan Wahlen
5. Juni 2020
Prognose Sommersaison 2020:
- Im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert das KOF für Juli und August 10-15% mehr Logiernächte von Schweizern im Alpenraum.
- Insgesamt resultiert jedoch immer noch ein Rückgang von 20% der Logiernächte in den Sommermonaten im verglichen mit 2019.
- Der Alpenraum wird im Gegensatz zu den Städten vom «neuen» Gästemixes und dem Verbot von Grossveranstaltungen eher profitieren.
- Die Zahlen der Logiernächte für den Sommer 2020 werden demnach in Städten auf 50% und im Alpenraum auf 70-80% eines Szenarios ohne Covid-19 geschätzt.
- Schrittweise Grenzöffnungen ab Juni führen dazu, dass auch der Tourismus aus den europäischen Märkten wieder anzieht. Gegenüber einem Szenario ohne COVID-19-Pandemie liegt die Zahl europäischer Gäste und der Gäste aus den Fernmärkten in den Sommermonaten bei knapp 60 %, bzw. 20%.
- Es werden vermehrt Tagesausflüge gemacht und die Parahotellerie zählt zu den Profiteuren.
Prognose 2020 – 2022:
- Für 2020 prognostiziert das KOF einen Rückgang von 14.3 Mio. Logiernächten. (Gesamt: -31.4%, Schweiz: -14%, Ausland: -45%, Fernmärkte: -60%)
- Der erwartete Verlust in der Bruttowertschöpfung liegt bei 6.9 Mrd. Franken 2020 bzw. 1.5 Mrd. Franken 2021.
- Während der Markt Schweiz und Europa 2021 wi eder auf das Niveau von 2019 zurückkehren, ist aus den Fernmärkten erst 2022 mit einer vollständigen Erholung zu rechnen.

Preise: In der Gastronomie, bei Bergbahnen, bei Flugreisen ist aufgrund der reduzierten Kapazitäten mit Preisaufschlägen zu rechnen. Die Preissetzung in der Hotellerie wird insgesamt tendenziell sinken, hängt aber auch von der Lage und der Konkurrenz ab.
Nation Brands Index 2019: Image der Schweiz in 50 Ländern.
Erstellt von Dan Wahlen
29. Mai 2020
Zusammenfassung
- Die Schweiz hat im internationalen Vergleich ein sehr gutes Image. Im Jahr 2019 rangiert die Schweiz auf Platz 8 von 50 möglichen Rängen und ist damit das bestplatzierte der kleinen und mittleren Länder.
- Beim Tourismus liegt die Schweiz auf Platz 11. Weiter entfernte Länder schätzen die Attraktivität der Schweiz als Tourismusdestination tendenziell höher ein. Die Bewertungen der einzelnen Länder sind sehr unterschiedlich (Indien, China: #4 – Frankreich: #22, Italien: #25)
- Die Schweiz schnitt im Ranking sehr gut ab für die Tourismus-Dimensionen „Befragte würden das Land gerne besuchen, wenn Geld keine Rolle spielen würde“ (#5) und „Reich an Naturschönheiten“ (#4)

Methodik
- Rund 1.000 Personen werden in 20 Ländern befragt.
- Zur Bestimmung des Länderimages werden 6 Dimensionen berücksichtigt. Eine davon ist der Tourismus.
- 50 ausgewertete Länder (führt zu den Rängen 1 bis 50)
UNWTO: Tourismusbarometer Mai 2020 – der internationale Tourismus befindet sich in der grössten Krise der Geschichte.
Erstellt von Dan Wahlen
27. Mai 2020
Globale Kernaussagen:
- Die Welt steht aufgrund der COVID-19-Pandemie vor einer beispiellosen globalen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Notlage.
- Der Tourismus gehört zu den am stärksten von der Covid-19 betroffenen Branchen. Der Schock wiederspiegelt sich in einem massiven Einbruch der internationalen Ankünfte im ersten Quartal 2020 verglichen mit dem Vorjahr.
- Die verfügbaren Daten deuten auf einen Rückgang von 22% im ersten Quartal 2020 hin, wobei die Ankünfte im März um 57% zurückgingen. Dies hat einen Verlust von 67 Millionen internationalen Ankünften und etwa 80 Milliarden USD an Exporteinnahmen aus dem internationalen Tourismus zur Folge.
Regionale Kernaussagen:
In der Region Asia Pacific, von wo aus die Pandemie sich ausbreitete, betrug der Rückgang der Ankünfte im 1. Quartal 2020 35%. Den zweit schlimmsten Rückgang verzeichnete Europa (-19%), gefolgt von Amerika (-15%), Afrika (-12%) und dem Nahen Osten (-11%).Die Karte zeigt den Rückgang je Tourismusregion im März.
Schwerpunkt Europa:

Ausblick:
Aktuelle Szenarien der UNWTO prognostizieren für das Jahr 2020 einen Rückgang der internationalen Touristenankünfte von 58% bis 78%. Die weitere Entwicklung ist jedoch schwierig einzuschätzen und hängt von der Geschwindigkeit der Eindämmung, der Dauer der Reisebeschränkungen und der Wiederöffnung der Landesgrenzen ab.

Dies wäre gleichbedeutend mit einem einmaligen historischen Rückgang von 850 Millionen internationaler Ankünfte auf 1.1 Milliarden und einem Ausfall von tourismusbezogenen Exporteinnahmen in Höhe von 860 Milliarden US$.
Der Einbruch im internationalen Reiseverkehr gefährdet 100 bis 120 Millionen Arbeitsplätze im Tourismus.
Covid-19: Auswirkungen auf die Logiernächte im März 2020.
Erstellt von Dan Wahlen
7. Mai 2020
Das Bundesamt für Statistik hat die aktuellen Logiernächtezahlen für den Monat März veröffentlicht. Damit wird das Ausmaß der Covid-19-Krise greifbar. Die Schweizer Hotellerie verzeichnete im März pro Tag (im Durchschnitt) 67 370 Logiernächte weniger als im Vorjahr. Dies zeigt sich u.a. wie folgt:
- -38 426 Logiernächte durch ausländische Gäste / Tag
- -28 944 Logiernächte durch Schweizer Gäste / Tag
- -33 130 Logiernächte in den Berggebieten / Tag
- -20 502 Logiernächte in grossen Städten / Tag
Der Rückgang im März beträgt insgesamt 2 088 456 Logiernächte im Vergleich zum Vorjahr. Untenstehende Tabelle beziffert den Rückgang nach Herkunftsgebiet.

Die Karte zeigt den Rückgang je Tourismusregion im März.

Im gesamten ersten Quartal 2020 wurden in der Schweiz verglichen zum Vorjahr 1 709 683 bzw. 18.4% Logiernächte weniger verzeichnet als noch 2019.
Detaillierte Zahlen pro Region und Herkunftsmarkt finden Sie hier.
UNWTO: 100% der Destinationen weltweit haben Reisebeschränkungen aufgrund von Covid-19.
Erstellt von Dan Wahlen
7. Mai 2020
Der am 28. April veröffentlichte Bericht der UNWTO skizziert das globale Ausmaß der durch Covid-19 verursachten Krise für die Tourismusindustrie mit den folgenden Kernaussagen:
Von 217 Destinationen weltweit:
- treten in 100% Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 in Kraft. Noch nie zuvor in der Geschichte wurde der internationale Reiseverkehr derart eingeschränkt.
- dauern die Reisebeschränkungen in 83% (180 Destinationen) länger als vier Wochen an.
- haben 49% (107 Reiseziele) ihre Grenzen geschlossen und Flüge für mehr als 4 Wochen ausgesetzt.
Die UNWTO hat im Rahmen dieser Krise 4 Hauptkategorien von Reisebeschränkungen identifiziert. Die folgende Karte zeigt die Art der Reisebeschränkungen nach Destinationen ab dem 20. April 2020.

Wenn Sie den gesamten Bericht in englisch lesen möchten, finden Sie diesen hier:
Reisebericht Indien
Erstellt von Dan Wahlen
2. März 2020

Ein ausführlicher Bericht über indische Freizeitreisende beschreibt die verschiedenen Personas mit ihren einzigartigen Bedürfnissen und Anforderungen. Er basiert auf einer Umfrage mit 1100 Befragten in Indien und wurde von SOTC, einem großen indischen Reiseveranstalter, veröffentlicht. Der Bericht gewährt interessante Einblicke in folgende Themen:
- Reisepräferenzen
- Recherche und Buchung von Ferien
- Reisefinanzierung
für die folgenden Personas:
- bis 25 Jahre
- 26-35 Jahre
- 36-55 Jahre
- 56 Jahre und älter
Darüber hinaus werden aufkommende Reise-Archetypen kurz beschrieben (S. 95): derjenige der mit seiner Familie Erinnerungen schafft, der budgetfreundliche Reisende, der Entdecker, der sanfte Urlauber (Paare ohne Kinder), der Komfort-Suchende und der Rentner.
Die wichtigsten Erkenntnisse sind auf den Seiten 92 und 93 zu finden. Hier finden Sie den vollständigen Bericht auf Englisch.
Reisetrends 2020
Erstellt von Dan Wahlen
2. März 2020
Eine von Airbnb unter Amerikanern durchgeführte Umfrage zeigt mögliche Reisetrends für 2020 auf. Die wichtigsten Ergebnisse:

- Klein werden: Reisende wollen ihre Auswirkungen während der Reise minimieren und suchen nach minimalistischen „tiny homes“.
- Erfahrungen vor Ort: Dieser Trend ist auch im Jahr 2020 noch relevant. Reisende neigen dazu, mehr für Erfahrungen vor Ort als für Unterkünfte auszugeben.
- Im Freien: Reisende sind zunehmend daran interessiert in ihrem Urlaub eine Verbindung zur Natur herzustellen.
- Geschichte: Die Nachfrage und das Interesse an geschichts- und kulturbezogenen Reisen nimmt laut Airbnb-Buchungen zu.
- Bewusstes Essen: Kulinarische Reisen sind nach wie vor beliebt. Besonders vegane oder vegetarische Optionen sind gefragt (Airbnb: „Jeder will im Jahr 2020 vegan sein, zumindest im Urlaub“.)
Einblicke in weitere Reisetrends bietet der Skift Megatrend Report 2020, der auch die Trends bei den Veranstaltungen aufgreift (S. 68 ff.):
TripAdvisor Transparenzbericht
Erstellt von Dan Wahlen
28. Februar 2020

TripAdvisor, die Reiseplattform, der Millionen von Konsumentinnen und Konsumenten weltweit wegen ihrer Reiseberichte vertrauen, hat 2019 ihren ersten Transparenzbericht veröffentlicht. Der Bericht enthält noch nie zuvor veröffentlichte Details über die Moderation der Rezensionen sowie statistische Daten über den Umfang der gefälschten Rezensionsversuche im Jahr 2018 auf TripAdvisor. Einige wichtige Ergebnisse:
- 2018 wurden auf TripAdvisor 66 Millionen Rezensionen von der weltweiten Reise-Community getätigt. Jede einzelne wurde mit Hilfe einer fortschrittlichen Technologie zur Betrugserkennung analysiert, und 2,7 Millionen wurden zusätzlich von den Inhaltsmoderatoren einer menschlichen Beurteilung unterzogen.
- 4,7 % aller eingereichten Bewertungen wurden entweder durch die fortschrittliche Analysetechnologie von TripAdvisor oder manuell durch das Inhaltsmoderatorenteam abgelehnt oder entfernt. Die Gründe, warum TripAdvisor Rezensionen ablehnt oder entfernt, reichen von Richtlinienverstössen bis hin zu Rezensionsbetrug.
- Nur ein kleiner Bruchteil aller Rezensionseinreichungen (2,1 %) wurde als betrügerisch eingestuft, und die grosse Mehrheit dieser (73 %) wurde blockiert, bevor sie überhaupt veröffentlicht wurden.
UNWTO: Welttourismus-Barometer Januar 2020
Erstellt von Dan Wahlen
27. Januar 2020
Die internationalen Touristenankünfte wachsen weiterhin schneller als die Wirtschaft.

- Die Zahl der internationalen Touristenankünfte (Übernachtungsgäste) stieg im Jahr 2019 weltweit um 4% auf 1,5 Milliarden, basierend auf Daten, die von Reisezielen in der ganzen Welt gemeldet wurden.
- 2019 war ein weiteres Jahr mit starkem Wachstum, wenn auch langsamer als die außergewöhnlichen Raten von 2017 (+6%) und 2018 (+6%). Die Nachfrage war vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und insbesondere in Europa tiefer.
- Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit Brexit, geopolitische und handelspolitische Spannungen und die weltweite Konjunkturabschwächung belasteten das Wachstum. 2019 war mit dem Zusammenbruch von Thomas Cook und mehreren Billigfluglinien in Europa auch das Jahr der großen Verschiebungen in der Branche.
- Alle Regionen verzeichneten einen Anstieg der Ankünfte. Der Nahe Osten (+8%) führte das Wachstum an, gefolgt von Asien und dem Pazifik (+5%). Die internationalen Ankünfte in Europa und Afrika (jeweils +4%) stiegen im Einklang mit dem weltweiten Durchschnitt, während der amerikanische Kontinent ein Wachstum von 2% verzeichnete.
- Was die wichtigsten Quellmärkte betrifft, so verzeichnete Frankreich den stärksten Anstieg der internationalen Tourismusausgaben unter den zehn wichtigsten Märkten, während die Vereinigten Staaten in absoluten Zahlen das Wachstum anführten.
- Basierend auf den aktuellen Trends, den wirtschaftlichen Aussichten und dem UNWTO-Vertrauensindex prognostiziert die UNWTO für das Jahr 2020 ein Wachstum der internationalen Touristenankünfte weltweit von 3% bis 4%.
Hotelboom in Zürich
Erstellt von Mirjam Frei
26. November 2019

Eine Studie des Zürcher Hotelier Vereins (ZHV) und der Immobilienberatungsfirma JLL konzentriert sich auf den Hotelboom, dem Zürich seit mehreren Jahren gegenübersteht und der sich fortsetzen wird. Seit 2010 hat sich die Anzahl der Hotelzimmer im Raum Zürich um ein Viertel von 10’800 auf 13’700 Zimmer erhöht. Bis 2022 sind 18 neue Hotels mit rund 2’400 Zimmern sowie 1’000 neue Servicewohnungen geplant. Davon befinden sich 60% in Zürich Nord.
Die Studie bewertet die zukünftige Absorptionsfähigkeit der geplanten Hotels. In diesem Zusammenhang berechnet JLL verschiedene Szenarien (Kapitel 4) und berücksichtigt die unterschiedlichen Treiber und Investoren des Hotelbooms. Die Analyse geht davon aus, dass die durchschnittliche Auslastung aufgrund des zunehmenden Angebots an Hotelzimmern (von 72% auf 67%) sinken wird. Aufgrund des verschärften Wettbewerbs im Raum Zürich dürften die Hotelzimmerpreise unter Druck geraten. In diesem Szenario würde der RevPAR (Revenue per Available Room) um mindestens 7,3% sinken. Um eine stabile durchschnittliche Auslastung zu gewährleisten, ist eine deutliche Steigerung der Nachfrage erforderlich. Die Studie untersucht verschiedene Maßnahmen zur Erschließung neuer Nachfragegruppen (z.B. Fokus auf Konferenzen und Veranstaltungen oder Nutzung von Hotels als Coworking Space).
Darüber hinaus wurde eine Umfrage unter den Mitgliedern der ZHV durchgeführt. Einige wichtige Ergebnisse:
- 45% der befragten Hoteliers sind sehr besorgt über die erwartete Kapazitätssteigerung. In kleinen Hotels mit weniger als 50 Zimmern ist das Unternehmen größer.
- Die Mehrheit der Hoteliers erwartet, dass die Zimmerpreise in den nächsten Jahren sinken und die Lohnkosten steigen werden.
- Die befragten Hoteliers planen in den nächsten 5 Jahren durchschnittlich 30% mehr Investitionen als in den letzten 10 Jahren (mit Schwerpunkt auf den Räumen). Hochgerechnet auf alle Hotels im Raum Zürich ergibt sich ein Investitionsvolumen von rund 860 Mio. CHF.
Globale Reise- und Tourismustrends 2019/20

Erstellt von Christian Dernbach
20. November 2019
Oxford Economics stellt gerade die neuen wichtigsten globalen Reise- und makroökonomischen Trends vor:
- GLOBAL:
Die globale Reisebereitschaft spiegelt weiterhin die Verlangsamung der Weltwirtschaft wider, da der Handelskrieg zwischen den USA und China das Wirtschaftswachstum bremst. Die internationalen Besucherankünfte werden 2019 um 3,6% wachsen (gegenüber 5,9% im Jahr 2018), wobei für 2020 ein weiterer Rückgang der Dynamik mit einer weiteren Verlangsamung des Wachstums auf 2,8% erwartet wird. - ASIEN-PAZIFIK:
Die Region Asien-Pazifik steht für den Rest der Jahre 2019 und 2020 vor großen Herausforderungen, wobei sich das Wachstum der Auslandsreisen Chinas deutlich verlangsamt, da der Handelskrieg zwischen den USA und China die chinesischen Aktivitäten belastet. Darüber hinaus zeigen die Proteste in Hongkong keine Anzeichen einer Auflösung und werden ein ernsthaftes Problem für die Region bleiben. Für den Inbound-Bereich wird ein Wachstum von 3,6% im Jahr 2019 und 4,0% im Jahr 2020 erwartet. - EUROPA:
Es wird erwartet, dass sich der europäische Inbound-Verkehr von 6,1% im Jahr 2018 auf 3,6% im Jahr 2019 drastisch abschwächen wird, was auf eine angeschlagene europäische Wirtschaft und die anhaltenden Unsicherheiten des Brexit zurückzuführen ist. Auch für 2020 wird mit einer weiteren Verlangsamung auf nur noch 2,2% Wachstum bei den Ankünften gerechnet, da sowohl die intraregionale als auch die Langstreckennachfrage weiter nachlassen. - AMERICAS:
Auch die Nachfrage nach Amerika hat sich 2019 verlangsamt, allerdings nicht in dem Masse, wie es in anderen Regionen der Fall ist. Es wird erwartet, dass der Inbound-Reiseverkehr 2019 in der gesamten Region um 2,1% zunehmen wird, gegenüber 2,5% im Jahr 2018. Die Verlangsamung in Nordamerika, einschließlich eines deutlichen Rückgangs der US-Ankünfte im Jahr 2019, wird teilweise durch eine gesunde Erholung in der Karibik ausgeglichen. - AFRIKA & NAHOST:
Afrika und der Mittlere Osten werden das globale Wachstum bei den Ankünften in den Jahren 2019 und 2020 übertreffen. Verbesserungen der Infrastruktur und eine bessere Zugänglichkeit durch eine bessere Luftverbindung und eine Lockerung der Visapolitik haben dieses starke Wachstum ermöglicht. Es wird erwartet, dass die Inbound-Reisen nach Afrika 2019 um 6,8% und 2020 um 3,7% zunehmen werden; während die Inbound-Reisen in den Nahen Osten 2019 mit 4,4% gesund bleiben werden, bevor sie sich 2020 auf 3,7% verlangsamen.

Aktualisierung: Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus im Jahr 2018
Erstellt von Christian Dernbach
14. November 2019
Das BFS hat gerade die jährlichen Indikatoren für den Satellitenkonto-Tourismus für 2018 veröffentlicht.
Im Jahr 2018 trägt der Tourismus in der Schweiz 2,9 Prozent zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung und 4,4 Prozent zur gesamtwirtschaftlichen Beschäftigung bei.
Wichtige Fakten:
| Indikator | 2017 | 2018 | % |
| Inländische Bruttowertschöpfung, zu aktuellen Preisen, in Millionen CHF | 648’624 | 669’226 | +3.2% |
| Inländische Gesamtbeschäftigung, in Vollzeitäquivalenten 3) | 4’040’592 | 4’114’652 | +1.8% |
| Bruttowertschöpfung im Tourismus, zu aktuellen Preisen, in Millionen CHF | 18’670 | 19’253 | +3.1% |
| Beschäftigung im Tourismus, in Vollzeitäquivalenten | 177’034 | 181’699 | +2.6% |
| Anteil des Tourismus an der Bruttowertschöpfung, in %. | 2.9 | 2.9 | |
| Anteil des Tourismus an der Beschäftigung, in %. | 4.4 | 4.4 |

1) Werte der TSA 2014
2) Vorläufige Werte
3) Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalent vor 2011 wird durch eine Rückrechnungsmethode unter Verwendung von Beschäftigungsdaten, die vor der Einführung des STATENT verwendet wurden, erreicht.
r) Überarbeitete Werte
Quelle: BFS – Tourismus, monetäre Aspekte, Jahresindikatoren der Tourismus-Satellitenkonten
© BFS 2019
Informationen: 058 463 66 59, info.vgr-cn@bfs.admin.ch
Neue Prognose für die Tourismusbranche in der Schweiz (KOF-Prognose, Oktober 2019)

Erstellt von Anouk Hiltbrand
29. Oktober 2019
Rückblick Sommersaison 2019:
- Die Zahl der Übernachtungen stieg in der letzten Sommersaison im Vergleich zum Vorjahr um 2,6%.
- Übernachtungen von einheimischen Gästen: +3.2%.
- Übernachtungen ausländischer Gäste: +2.2%
Prognose bis 2021: Konjunkturschwäche hinterlässt Spuren
- In den entfernten Märkten wird ein geringeres Wachstum erwartet.
- Für Gäste aus den USA ist weiterhin mit einem hohen Wachstum zu rechnen.
- Auch die Nachfrage der inländischen Gäste sollte weiter steigen, allerdings weniger als in den letzten Jahren.
- Für die Jahre 2019 und 2020 erwartet die KOF einen Anstieg der Übernachtungen um 1,8%.
Studie: Reiseverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung 2018

Erstellt von Christian Dernbach
24. Oktober 2019
Das Statistische Bundesamt hat gerade die neue Version der jährlich durchgeführten Studie veröffentlicht.
„Reiseverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung“.
Das Wichtigste in Kürze:
- Im Jahr 2018 machten 90,6% der Schweizer Wohnbevölkerung mindestens eine Reise mit Übernachtungen im Ausland. Im Durchschnitt unternahm jede Person 3,2 Fahrten mit Übernachtung, von denen 1,1 ein inländisches Ziel hatte.
- 33% der Reisen mit Übernachtung hatten ein Ziel innerhalb der Schweiz als Ziel. Andere beliebte Ziele waren Nachbarländer, nämlich Deutschland (13%) und Italien (12%). Frankreich hatte 2017 mit 13% der Übernachtungen einen Rekordwert erreicht, 2018 ging der Anteil wieder zurück.
- Mit CHF 219 pro Person und Tag waren Reisen mit Hotelunterbringung mit Abstand die teuersten. Wurden in den Zusatzunterkünften übernachtet, betrug der entsprechende Wert 122 Franken bzw. 65 Franken für Aufenthalte bei Verwandten oder Bekannten.
Südostasiatischer Outbound-Reisemarkt: Fokus Europa

Erstellt von Mirjam Frei
22.Oktober 2019
Eine von der Europe Travel Commission (ETC) veröffentlichte Studie analysiert die vier wichtigsten Outbound-Reisemärkte in der südostasiatischen Region: Singapur, Malaysia, Indonesien und Thailand.
Es wurde unter potenziellen Besuchern in Europa durchgeführt, sowohl unter Erstbesuchern als auch unter Wiederholern.
Obwohl die Gesamtergebnisse der Studie in den vier genannten Märkten recht ähnlich erscheinen, entdeckt die Studie auch einige Unterschiede in Bezug auf Reiseverhalten und -verhalten (Zusammenfassung der Unterschiede siehe Seite 14; für einen faktenblattförmigen Überblick über die Märkte siehe Seiten 15-22; ).
Einige wichtige Ergebnisse:
Europa ist der aufstrebendste Urlaubsort unter den Langstreckenzielen für SEA-Reisende.
Das Image Europas als prestigeträchtiges Urlaubsziel ist ein wichtiger Motivationsfaktor für die Südostasiaten. Vor allem Erstbesucher, die mehrere Reiseziele auf ihrer Reise besuchen möchten, legen Wert auf Länder, die als prestigeträchtiger wahrgenommen werden.
Die 5 wichtigsten Hauptgründe für Reisen nach Europa:
(1) langsames Abenteuer, (2) Kultur & Geschichte, (3) Natur, (4) Stadtleben und (5) lokale Gastronomie.
Top-Aktivitäten für SEA-Reisende: Sightseeing, Besichtigung historischer und kultureller Sehenswürdigkeiten, lokale Gastronomie und Shopping. SEA-Reisende sind auch sehr an saisonalen Festivals und Veranstaltungen interessiert.
Luxuriöse Alleinreisen, insbesondere finanziell unabhängig arbeitende Frauen aus Singapur und Malaysia, gelten als wachsendes Segment.
Die Haupthindernisse für Reisen nach Europa sind: teures Urlaubsziel, begrenzte Direktflüge (insbesondere aus Malaysia und Indonesien) und die Notwendigkeit, ein Schengen-Visum (für Reisende aus Indonesien und Thailand) zu beantragen.
Reisevorhersagen 2020

Erstellt von Mirjam Frei
14.Oktober 2019
Booking.com hat gerade eine Studie über die Reisevorhersagen für 2020 veröffentlicht. Basierend auf einer Umfrage mit mehr als 22’000 Reisenden aus 29 Ländern sowie den Erkenntnissen von mehr als 180 Millionen verifizierten Gästebewertungen ziehen sie Rückschlüsse auf zukünftige Reisetrends.
Hier können Sie auf die Studie und alle Ergebnisse zugreifen: Booking.com Reisevorhersagen 2020
Einige wichtige Ergebnisse:
Das Interesse an Second-City-Reisen, d.h. der Erforschung weniger bekannter Reiseziele, wächst, um (1) den Übertourismus zu reduzieren und (2) die Umwelt zu schützen. 60% der Reisenden weltweit sind daran interessiert, Zugang zu einer App oder Website zu erhalten, die Zweitstadtziele empfiehlt.
Slo-Mo ist der neue #FOMO: Reisen im Jahr 2020 wird es darum gehen, es langsam anzugehen:
48% planen aus Umweltgründen längere Reisen.
62% wollen auf eine Reise gehen, bei der der Transport Teil der Erfahrung ist.
So sind z.B. 64% an einer historischen Zugfahrt interessiert.
In den goldenen Jahren gibt es ein großes Potenzial für Menschen: 47% planen, nach ihrer Pensionierung abenteuerlustiger in ihren Reiseangeboten zu sein. 19% der weltweiten Rentner planen ein Gap Year.
Apps sowie Techniken der künstlichen Intelligenz werden in Zukunft immer wichtiger werden, z.B. werden 44% eine App nutzen, die es ihnen ermöglicht, ihre Aktivitäten im Voraus zu planen.
Link: Travel predictions 2020 ( booking.com | 2019 )
Gastronomie-Tourismus

Erstellt von Mirjam Frei
10. Oktober 2019
Zwei aktuelle Studien der Welttourismusorganisation (UNWTO) decken das immer wichtiger werdende Segment des Gastronomietourismus ab. In den letzten Jahrzehnten ist der Gastronomie-Tourismus über den Tisch hinausgegangen und umfasst heute alle Bereiche der Lebensmittel- und Tourismuskette eines Reiseziels (Produzenten, Verarbeitungsbetriebe, Gastgewerbe, Einzelhandel und Handel – und sogar den Wissenssektor).
Der Gastronomietourismus basiert also auf einem Konzept des Kennenlernens und Lernens, des Essens, Verkosten und Genießens der gastronomischen Kultur einer Region. Sie ist eng mit der kulinarischen Identität eines bestimmten Territoriums verbunden.
Laut UNWTO kann der Gastronomie-Tourismus zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) beitragen. Darüber hinaus bietet es einer Region mit hohen Einnahmen und schafft den Wunsch, unter den Besuchern zurückzukehren.
Die erste Studie definiert und enthält eine Reihe praktischer Instrumente für nationale Tourismusverwaltungen (NTAs) und Destination Management Organisationen (DMOs), die den Gastronomietourismus entwickeln wollen:
Die zweite ist eine Fallstudie mit Schwerpunkt Japan. Einige interessante Schlüsselergebnisse:
Geringes Bewusstsein für den Gastronomietourismus in Japan (nur 18% kennen den Begriff „Gastronomietourismus“).
Allerdings fördern 42% der Gemeinden den Tourismus auf der Grundlage lokaler Lebensmittel und kulinarischer Kultur.
Die meisten lokalen Regierungen in Japan beziehen den Gastronomietourismus noch nicht in ihre Politik und ihre Unternehmen ein. Der Gastronomie-Tourismus hat also ein weiteres Wachstumspotenzial.
Der Gastronomietourismus in Japan zeichnet sich durch ein relativ hohes Maß an öffentlich-privater Zusammenarbeit aus.
Nutzung großer Datenmengen für Reiseerkenntnisse
Erstellt von Mirjam Frei
2. Oktober 2019
Im Jahr 2018 stieg die Gesamtzahl der internationalen Touristenankünfte um 6% und erreichte laut UNWTO einen neuen Höchststand von 1,4 Milliarden. Eine Studie des VISA-Unternehmens beantwortet anhand großer Datenmengen die Frage, ob die besten Reiseziele der Welt vom Übertourismus bedroht sind. Auf der Grundlage der Daten der Plattform Visa International Travel (VISIT) liefern sie Einblicke in die Auswirkungen von Outbound-Reisen auf über 700 Reiseziele auf der ganzen Welt.
Einige interessante Schlüsselergebnisse:
Die 100 besten Plätze weltweit machen zwei Drittel des internationalen Reiseverkehrs in den betrachteten Destinationen aus.
Die Tourismusintensität nahm in kleinen Reisezielen (z.B. Rhodos, Griechenland) im Vergleich zu mittleren (z.B. Barcelona, Spanien) und großen Reisezielen (z.B. Paris, Frankreich) deutlich stärker zu. Die Tourismusintensität wird anhand der Anzahl der Touristen im Verhältnis zur Einwohnerzahl eines Reiseziels gemessen.
In den Top-100-Destinationen ist die Intensität des Einreiseverkehrs in der Hochsaison durchschnittlich 48% höher als im Laufe eines Jahres.
VISA erklärt, dass große Daten „dazu beitragen können, die langfristige Nachhaltigkeit und Lebensfähigkeit des grenzüberschreitenden Reisens zu gewährleisten, indem sie sowohl neue Hotspots für globale Reisen identifizieren als auch die Auswirkungen des derzeitigen und potenziellen Wachstums auf die Reiseziele messen“.