
Touristische Ausgaben entfalten ihre Wirkung weit über den klassischen Tourismussektor hinaus. Gleichzeitig zeigt sich: Die Aktivitäten von Schweiz Tourismus tragen messbar zur Nachfrage bei.
Eine Analyse von BAK Economics zur Tourismusregion Waadt von 2024 verdeutlicht den wirtschaftlichen Fussabdruck des Tourismus: Von fünf Franken, die Gäste ausgeben, verbleiben zwei Franken als direkte Wertschöpfung in der Tourismusbranche. Dazu gehören beispielsweise Hotellerie, Gastronomie oder Freizeitanbieter. Drei Franken entfallen hingegen auf Zulieferbetriebe, den Detailhandel oder unternehmensbezogene Dienstleistungen (z.B. Reinigungsfirmen, Sicherheitsdienste von Hotels und Museen), aber auch auf öffentliche Haushalte über Steuern. Die Studie berücksichtigt direkte, indirekte und induzierte Effekte und unterscheidet klar zwischen touristischen und nicht-touristischen Bereichen.
Die Resultate der BAK-Studie lassen sich direkt auf die gesamte Schweiz übertragen. Denn der Kanton Waadt vereint die wichtigsten Merkmale des gesamtschweizerischen Tourismus: ein ausgewogenes Verhältnis zwischen städtischen, ländlichen und alpinen Gebieten, ein vielfältiger Gästemix mit Gästen aus dem Inland, Europa und Übersee sowie ein breites touristisches Angebot über alle Jahreszeiten hinweg. Die Erkenntnisse aus der Waadt lassen sich somit mit hoher Aussagekraft auf den Schweizer Tourismus insgesamt anwenden.
Schweiz Tourismus beeinflusst 19,2 % Neugäste bei Reiseentscheidung
Wie viel Einfluss die Aktivitäten von Schweiz Tourismus zur touristischen Nachfrage beitragen, wurde 2023 durch die Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus untersucht. Die wissenschaftlich validierte Wirkungsmessung basiert auf Daten des Tourismus-Monitors Schweiz (TMS).
Die Analyse zeigt, dass ST im Schnitt 13,3 % der Gäste in ihrer Reiseentscheidung beeinflusst – bei Neugästen liegt dieser Wert sogar bei 19,2 %. Dies entspricht rund 1,94 Milliarden Franken an beeinflusstem touristischem Umsatz sowie etwa 10 Millionen Logiernächten. Jeder investierte Marketingfranken von ST generiert somit durchschnittlich 28 Franken an beeinflusstem touristischem Umsatz.